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Tag der Entscheidung. Mahler meint am 26.09.2019

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Zwei schallende Ohrfeigen an einem Tag. Für die Unsolidarischen. Gestern musste Boris Johnson eingestehen, dass seine Beurlaubung des Parlaments rechtswidrig war. Das wird weitreichende Folgen haben – der ungeordnete Brexit ist auf jeden Fall vom Tisch.
 
Und gestern kam auch der Weltklimabericht auf den Tisch und hat allen, die dieses Thema weiter verharmlosen wollen, das Maul gestopft. Allen voran China und den USA als größte Umweltsünder. Wenn sie schon über die Wut-Rede von Greta vor der UNO gelächelt haben mögen – gestern ist hoffentlich allen das Lachen vergangen. Fakten sind Fakten – und das ist nun mal wissenschaftlich mehr als abgedeckt. Also: 50cm steigt der Meeresspiegel bis zur Jahrhundertwende an, wenn wir alles tun, was in unserer Macht steht – wenn nicht, ist es ein Meter. Das dürfte jetzt genügen, um der Welt zu zeigen, wieviel Uhr es ist.
 
Panikmacher und Verharmloser sind keine guten Ratgeber – jetzt sind die Realisten und die Pragmatiker gefragt. Und die Unbestechlichen, die sich den Lobbyisten in den Weg stellen und sich nicht kaufen lassen. Wie das allerdings bei unserem korrupten politischen System, bei dem die Wirtschaft dominiert, gelingen soll, ist mir schleierhaft. Noch schleierhafter, wie das in Staaten funktionieren soll, die durch und durch korrupt sind.
 
Aber: die Warnschüsse sitzen. Der vergangene Freitag, die de fakto Abwahl von Boris John-son, die Wut-Rede von Greta und die Ergebnisse des Weltklimarates. Möge dies alles dafür sorgen, dass das Erschrecken tief genug sitzt, um Handeln voranzutreiben und nicht nur zu reden. Vielleicht fliegen Kramp-Karrenbauer und Merkel dann auch mit einer Maschine an die Ostküste der USA.

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