Studie: Immer mehr Kinder im Norden sind zu dick

Kiel, Schwerin (epd). In Norden leiden nach Angaben der Barmer-Krankenkasse immer mehr Kinder und Jugendliche an krankhaftem Übergewicht. So sein 2020 in Schleswig-Holstein bei rund 18.800 Kindern und Jugendlichen unter 20 Jahren Adipositas diagnostiziert worden, teilte die Kasse am Dienstag unter Verweis auf den Arztreport der Barmer 2022 mit. Im Jahr 2010 waren es mit rund 16.800 noch gut 2.000 weniger.
Schleswig-Holstein liegt mit einem Anteil von 3,6 Prozent adipöser Kinder und Jugendlicher unter dem Bundesdurchschnitt von 4,0 Prozent. Am geringsten sind Kinder und Jugendliche in Bayern mit einem Anteil von 2,9 Prozent von Adipositas betroffen, am meisten in Mecklenburg-Vorpommern, wo der Anteil bei 5,7 Prozent liegt.
Ursachen für den Anstieg seien der Konsum von zu vielen Süßigkeiten und zuckerhaltigen Getränken sowie Bewegungsmangel, hieß es. Laut der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS) des Robert Koch-Instituts essen nur 14,1 Prozent der Kinder und Jugendlichen die empfohlene Menge von fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag. Stattdessen konsumieren die 3- bis 17-Jährigen im Durchschnitt täglich mehr als einen halben Liter zuckerhaltige Getränke, rund 69 Gramm Süßwaren und zwölf Gramm süße Aufstriche.
„Ungünstige Ernährung und Bewegungsmangel sind übergewichtsfördernde Alltagsgewohnheiten, die Kinder von ihren Eltern übernehmen und meist ihr Leben lang beibehalten“, sagte Barmer-Landesgeschäftsführer Bernd Hillebrandt. Er riet Eltern dazu, die Sommerferien zu nutzen, um mit ihren Kindern frisch zu kochen und sich mit ihnen viel im Freien zu bewegen.

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