Stell dir vor, es ist autofreier Tag und keiner merkt‘s. Warum ging das 1973?

1973 war ich schon auf der Welt und habe als Grundschulkind die damalige Ölkrise mitbekommen. Allerdings nicht als Bedrohung, sondern hängen geblieben sind in meiner Erinnerung die autofreien Sonntage. Herrlich war das, wir konnten Rollschuhlaufen auf den Straßen und sogar die Autobahnen waren leer. Die Araber hieß es, hatten die Öllieferungen gedrosselt und der Ölpreis stieg. Als direkte Folge wurden in der Bundesrepublik an vier Sonntagen im November und Dezember Fahrverbote erteilt. Dabei gab es längst nicht so viele Autos wie jetzt. Sogar Geschwindigkeitsbegrenzungen konnte man den Autofahrern zumuten. Die haben sich im Großen und Ganzen dran gehalten. Und nun gucken Sie mal aus dem Fenster: sehen Sie Autos fahren oder sind die Straßen still und leer? Heute ist nämlich internationaler autofreier Tag und wir hier in Berlin machen mit. Einige Spielstraßen bleiben komplett gesperrt und man kann gratis mit den Öffentlichen fahren. Ansonsten leider wieder nur eine Empfehlung, von der noch nicht mal jeder gehört hat. Ob nun Energiekrise oder Umweltkrise – autofreie Sonntage wenigstens ab und zu wären doch auf jeden Fall sinnvoll. Klar mit den bekannten Ausnahmen wie Busse, Feuerwehr, Krankenwagen. Hätten wir gerade in dieser Zeit längst wieder einführen sollen!

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