Sprachlose Ohnmacht. Mahler meint am 20.5.2019

160203_Mahlermeint_bannerBlauer Himmel. Strahlende Sonne. Viele erwartungsfrohe Gäste. Das war unsere Party 30 Jahre Eudim-Stiftung am Samstagmorgen 9 Uhr in Bad Saulgau. Mit Skydive Bad Saulgau, einem befreundeten Club von Fallschirmspringern und den Burundi-Kids haben wir Tandem-Benefizsprünge organisiert. Das würde wieder einmal mehr als 10.000 Euro für die Kids in Burundi einbringen. Unser Sohn ist samt Enkel aus Berlin angereist, er hatte einen Sprung für 11:00 Uhr gebucht. Sprachlose Ohnmacht, Schweigen über dem Platz und traumatisierte Kinder und Erwachsene um 9:30 Uhr. Zwei erfahrene Springer waren kurz vor der Landung kollidiert und stürzten direkt vor den Zuschauern ab. Meine Frau, erfahrene Krankenschwester, war eine der schnellsten Erstretter. 30 Minuten kämpfte sie mit Kollegen und Kolleginnen um das Leben des 49jährigen Mannes. Vergeblich. Der 32jährige Springer war sofort nach dem Aufprall tot. Ein fröhliches Fest des Lebens wurde binnen Sekunden zum tödlichen Schauspiel. Ich war mit den Notfallseelsorgern zusammen und habe mit ihnen und den Ersthelfern und Clubmitgliedern von Skydive geschwiegen. Worte greifen da nicht mehr. Nur noch eine Umarmung, gemeinsames Schweigen, Zuhören und die Tränen mitweinen. Und vor allen Dingen keine Erklärungsversuche. Allein das Wissen: Gott trauert mit uns um zwei seiner Kinder. Wir haben unsere Veranstaltung, die das ganze Wochenende dauern sollte, abgebrochen. Sind am Sonntag in den Gottesdienst gegangen und anschließend auf die Demo gegen rechts und für Europa. Und haben uns unserer Tränen nicht geschämt. Das Leben geht weiter.

Sprachlose Ohnmacht. Mahler meint am 20.5.2019
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