Radio Paradiso > Tipps & Themen > Freizeit > Sicher im Netz unterwegs
 

Sicher im Netz unterwegs

18495846450_1ce51ae831_zDer Hacker setzt sich die Skimaske auf und tippt mit blassen Fingern gierig auf der Suche nach Ihren persönlichen Informationen auf seine Tastatur ein. So stellt man sich vielleicht einen Datendiebstahl aus dem Netz vor. Das entspricht natürlich nicht der Realität. Denn ein Großteil der Jagd auf Kreditkarteninformationen und andere sensible Daten wird von Programmen erledigt, die automatisch zahllose Zeichenkombinationen ausprobieren, bis sie die richtige gefunden haben.

 

Um sich abzusichern brauchen Sie also auch kein Hochsicherheitsschloss, sondern gute Passwörter und gegebenenfalls eine zuverlässige Verschlüsselung sensibler Dokumente. Hier erfahren Sie, wie das geht.

 

Wenn Sie eine E-Mail versenden, kann diese wie eine Postkarte offen gelesen werden. Denken Sie also vor dem Mailen darüber nach, wer Interesse am Inhalt, etwa Ihren Kontodaten, haben könnte. Solche sensiblen Informationen sollten Sie niemals in normalen (unverschlüsselten) E-Mails verschickten. Verwenden Sie für sensible Daten lieber eine Verschlüsselungssoftware wie zum Beispiel „VeraCrypt“. Mit diesem Programm können Sie einen verschlüsselten Container erstellen. Durch die Eingabe eines Passworts findet die Entschlüsselung statt und es wird ein virtuelles Laufwerk geöffnet, auf dem sich Ihre Dateien befinden. Container lassen sich als E-Mail-Anhang verschicken. Das Passwort zum Öffnen sollten Sie dem Empfänger auf anderem Wege mitteilen, etwa mündlich oder am Telefon.

 

Sicheres Passwort erstellen

 

Eines vorweg: Sie müssen sich nicht jedes einzelne Passwort merken. Für lange Passwörter, die Sie selten verwenden, können Sie einen Passwort-Manager nutzen. Welche Passwort-Manager es gibt, können Sie beispielsweise im Digital Guide von 1&1 nachlesen. Doch wie sollte ein möglichst sicheres Passwort aussehen? Die erste Regel lautet: Je mehr Zeichen, desto besser. Denn wie erwähnt gibt es Programme, die für jede Stelle des Passworts jede mögliche Kombination ausprobieren, um es zu knacken. Damit Sie sich ein langes Passwort besser merken, können Sie mehrere unzusammenhängende Wörter aneinanderreihen.

 

Die zweite Regel lautet deshalb: Durch das Einstreuen von Ziffern und Sonderzeichen wird das Passwort schwerer zu knacken. Während man zum Beispiel bei einer Kombination von Klein- und Großbuchstaben 52 verschiedene Optionen für jede Stelle hat, erhöht sich diese Zahl drastisch, wenn Sonderzeichen und Ziffern hinzukommen, denn dann sind pro Stelle 94 unterschiedliche Optionen möglich. Das Entschlüsseln eines solchen Passworts mit zwölf Zeichen würde laut dieser Seite mehr als sieben Millionen Jahre dauern, während ein acht Zeichen langes Passwort je nach Komplexität auch schon nach etwa zweieinhalb Tagen errechnet werden kann.

 

Bildrechte: Flickr Data Security – Cyber Crime – Hacking Perspecsys Photos CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

 

 

Tags: , , , ,

Sicher im Netz unterwegs bewerten:
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (Noch keine Bewertungen)
Loading...