Schöner wohnen – Mahler meint am 03.09.2019

160203_Mahlermeint_bannerWie wohnen Sie so? Also ich hab‘s schön. Zum einen weil ich Geld habe und zum anderen weil wir uns vor 10 Jahren unser Traumhaus gebaut haben. Aber ich kann mich nicht so richtig drüber freuen, weil ich den Wohnungsmarkt kenne und auch weiß, dass viele meiner Bekannten keine Chance haben, eine bezahlbare Wohnung zu finden. In Stuttgart nicht und in Berlin auch nicht. Unser Grundstück und das Häuschen darauf ist nach 10 Jahren knapp doppelt so viel wert und wäre unerschwinglich. Unter normalen Verhältnissen. Nun hat sich der Vorschlag der Linken, die Mieten in Berlin einzufrieren, als Wahlkampfrohrkrepierer erwiesen. Das war nun wirklich zu schlicht gedacht, um auch nur den Hauch einer Glaubwürdigkeitschance zu haben. Di SPD hats genauso erwischt. Gegen den Koalitionsvertrag eine Vermögenssteuer einzuführen – bei 45 Milliarden Steuerüberschuss und kränkelnder Konjunktur? Das ist durchsichtig und hat die alten Sozen erst so richtig reingeritten – die ehemalige Arbeiter- Volkspartei kommt nicht auf die Beine. Es rächt sich jetzt, dass die Kommunen, Berlin vornedran, das Tafelsilber verscherbelt haben. Die Wohnbaugesellschaften wurden meistbietend versteigert – und heute würden sie gerne wieder zurückkaufen. Geht eben nicht und die Mietpreise laufen aus dem Ruder. Mahler meint: Wohnen, Energie, Wasser und Verkehr – vielleicht auch noch medizinische Versorgung – gehören in öffentliche Hand und dürfen nicht am Markt gehandelt werden. Vielleicht gehören Lebensmittel auch noch dazu. Man muss kein Kommunist oder Alter Sozi sein um zu verstehen, dass Raubtierkapitalismus die Bürger frisst. Hier brauchen wir tragfähige Lösungen für die Zukunft. Um Radikalen das Wasser abzugraben.

Schöner wohnen – Mahler meint am 03.09.2019
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