Schmetterlingswiese und Bauerngarten.

Schmetterlingswiese und Bauerngarten.
„Liebe Conny, lieber Günter, als kleines Zeichen, dass ich an Euch denke und für Euch bete, heute dieser kleine Gruß. Ich mache mir selbst eine kleine Blumenwiese auf meinem Balkon. Bin gespannt was mit Wasser und Gottes Segen für mich wächst. Herzliche Grüße, Holder.“

Der kleine Gruß, der im Briefumschlag steckte: Blumensamen, einmal eine Tüte Schmetter-lingswiese und einmal Bauerngarten. Nun sind wir in der glücklichen Lage, dass wir einen Gar-ten haben. Unser Freund Holder hat nur einen Balkon – und trotzdem gärtnert er. Schaut den Blumen beim Wachsen zu, freut sich an der Farbenpracht und den Blüten, die da entstehen.

Viele haben in den zurückliegenden Wochen die Natur neu entdeckt. Unser 17jähriger Enkel zieht Mini-Pflanzen in einer hübschen Tonschale. Die Fürsorge für entstehendes Leben ist ein gutes Übungsfeld, Verantwortung zu übernehmen. Gelingendes Leben – draußen, in der Na-tur, Im Garten, auf dem Balkon, in der Tonschale. Es braucht Pflege. Wasser. Dünger. Sonne und Schatten. Eine liebevolle Hand. Für uns war Holders Brief so eine liebevolle Hand für unser Leben. Aneinander denken, sich um einander kümmern in Zeiten des Abstands. Die liebevollen Hände falten zum Gebet für die Freundinnen und Freunde. Wasser und Dünger für die Seele. Ich merke, dass der Shut-down mich sensibler macht. Gestern sagte der Comedian Lutz van der Horst in Volle Kanne, dass er in der Corona Zeit die Meditation wieder für sich entdeckt hat. 20 Minuten täglich verbringt er im Lotus Sitz und macht Zen-Meditation. Herunterfahren als Chance für Achtsamkeit. Für das zerbrechliche Leben. Für die Seele. Für meine Nächsten. Für die Spiritualität. Danke für die Blumen, lieber Holder.

Schmetterlingswiese und Bauerngarten.
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