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Schluss mit Plaste und Elaste. Mahler meint am 25.10.2018

160203_Mahlermeint_bannerNa endlich möchte man sagen. Ernsthaft wird dem Plastikmüll in den Weltmeeren der Kampf angesagt. Und warum erst so spät? Muss der nächste Satz sein. Warum greift die Verordnung erst 2021 – wenn überhaupt? Was wir von Zielvorgaben zu halten haben, von Kompromissen, von Ausnahmeregelungen – das wissen wir längst. Denken wir nur an Fahrverbote – und die zahlreichen Ausnahmen für Lieferfahrzeuge, Oldtimer und so weiter. 1 Million Elektroautos bis 2020 – solche Sätze klingen gut – die Infrastruktur kommt dennoch nicht voran. Jetzt also endlich Plastik. Auch hier: von Anfang an zahlreiche Einschränkungen. Ausnahmeregelungen für bestimmte Produkte wie Zigarettenfilter und Fischernetze. Feuchte Lebensmittel wie Wurstaufschnitt dürfen weiter in Plastikfolie – warum nicht gleich recycelbare? Und bis 2021 noch mal jedes Jahr 30 Millionen Tonnen Plastik in die Weltmeere. Jahr für Jahr. Die Verordnung gilt ab 1.1.2019 – ohne Folgen für die Verursacher. Freiwillig hat allerdings noch nie was funktioniert. Und die Frage muss erlaubt sein, was es bringt, wenn die Europäer Plastikmüll einschränken – so die Mitgliedsstaaten dazu überhaupt bereit sein sollten – während die größten Verursacher China und Indonesien so weiter machen wie bisher und die USA offiziell gar nichts von einem Umweltproblem wissen. Unsere Fast-Food- und Wegwerfmentalität hat uns hierhin gebracht. To-Go und den Rest wegschmeißen. Nichts weniger als einen Mentalitätswandel braucht es. Nachhaltiges Denken ist gefragt. Bis dahin gilt der Satz: „Wir gehen mit unserer Welt um, als hätten wir eine zweite im Kofferraum.“

 

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