Schadet Amazon und Co! Endlich! Mensch

CO2 sparen, Verpackungsmüll vermeiden, nachhaltig leben – das ist das Gebot der Stunde. Online einkaufen, 5 Hosen bestellen, maximal eine behalten und das alles kostenlos retournieren können – das ist der Wahnsinn, den uns der Versandhandel beschert hat.

Verödete Innenstädte, kaum noch individuelle, kleine Läden zum Stöbern und Einkaufserlebnisse haben – das haben wir jetzt davon.

Essen nach Hause liefern lassen statt ausgehen oder einkaufen – den Hintern überhaupt nicht mehr aus der Couch kriegen und verfetten (50% übergewichtig, 25% adipös) – das ist unsere kranke Gesellschaft. Ein Volk schafft sich ab dank Fast Food und online-Handel.

Endlich wenigstens ein klein wenig Gegensteuern: Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel geht von einem „baldigen Ende der kostenlosen Retoure“ im Modehandel aus.

Grund dafür ist aber nicht etwa die Einsicht, dass wir in einem Wahnsinnssystem unterwegs sind, sondern die hohen Preise für Transport und Verpackung. Uniqlo aus Japan macht den Anfang: pro Retoure 2 Euro 95. Zara zog mit 1,95 jüngst nach. Deutschland ist der Retoure-Weltmeister. Die Rücksendequote liegt bei 75%, bei Mode geht jedes 2. Paket im Durchschnitt zurück. Was soll ich da von dem ganzen Geschwätz über einen nachhaltigen Lebensstil halten? Es ist wie beim Fastfood: Niemand von denen, die ich kenne bekennt sich dazu, zu McDoof zu gehen – aber die Läden sind immer brechend voll.

Bert Brecht hat gesagt: „Erst kommt das Fressen, und dann die Moral“. Stimmt für alle Lebensbereiche. Wir sind ein Volk von Heuchlern.

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