Resilienz 3: Glücksmomente.

Als ich heute Morgen schlaftrunken die Kaffeemaschine eingeschaltet habe, überkam mich urplötzlich ein Glücksgefühl. Und als mir der Duft von frisch gemahlenem und gebrühten Kaf-fee in die Nase stieg dachte ich: Was geht es mir doch gut.

Regelmäßig wache ich gegen 4 Uhr morgens kurz auf. Beim Versuch, wieder einzuschlafen, hält mich das Gewitter im Kopf wach. Ungeordnet sausen Gedanken durch meinen Kopf und ziehen Bilder an meinem inneren Auge vorbei. Was tun? Ich versuche es zunächst mit Atmen. Langsam ein- und ausatmen, Gedanken und Bilder mit dem Einatmen kommen und mit dem Ausatmen wieder gehen lassen. Irgendwann schnappe ich mir einen positiven Gedanken und halte ihn fest. Und es gelingt mir durchaus manchmal, mit diesem Gedanken in eine neue Schlafrunde zu gehen.

„Alles prüfet, das Gute behaltet“ rät der Apostel Paulus in der Bibel. Und so könnten wir unser Gedächtnis und auch unsere Wahrnehmung trainieren. Wir können entscheiden, was wir in unserem Inneren bewegen und bewahren. Und uns so – auch in der Krise – eine positive Grundstruktur erarbeiten. Noch ein Tipp in diese Richtung: abends nicht mir den letzten Mel-dungen der Tagesthemen einschlafen. Sondern ein Glückstagebuch führen. Den Tag Revue passieren lassen und notieren, was schön war. Momente, die uns glücklich gemacht haben. Wie sagte Erich Fried: Glück ist kein Geschenk der Götter, sondern die Frucht innerer Einstellung.

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