Reisewarnung für Schwangere

zika_virusSchwangeren Frauen wird derzeit dringend davon abgeraten, Reisen nach Mittel- und Südamerika sowie auf einige pazifische Inseln Ozeaniens zu unternehmen. Grund dafür ist das Zika-Virus, das sich in den vergangenen Monaten rasant ausgebreitet hat.

 

Was ist das Zika-Virus?

Im Allgemeinen gilt eine Zika-Infektion als harmlos. Die durch sie hervorgerufenen Symptome wie etwa erhöhte Körpertemperatur, Hautausschlag oder auch Kopf- und Muskelschmerzen verschwinden in der Regel nach drei bis sieben Tagen wieder, so dass ein Krankenhausaufenthalt in der Regel nicht notwendig ist.

 

Doch seit Herbst festigt sich nun immer mehr der Verdacht, dass das Zika-Virus Föten schädigen kann. So sind in Brasilien seit Oktober 2015 bereits rund 4.000 Fälle von Mikrozephalie bekannt geworden, die charakteristisch einen zu kleinen Kopfumfang beim Neugeborenen sowie häufig eine geistige Behinderung mit sich bringt. Parallel zum akuten Anstieg dieser Entwicklungsstörung ist auch ein enormer Anstieg an Zika-Fällen zu beobachten.

 

Alles nur Zufall? Ein eindeutiger Beweis für den Zusammenhang beider Anstiege konnte bisher noch nicht erbracht werden. Dennoch rät das Robert Koch-Institut und das Auswärtige Amt Schwangeren und Frauen, die planen, schwanger zu werden, von vermeidbaren Reisen in die Risikogebiete ab.

 

Auch die Weltgesundheitsbehörde (WHO) rechnet aktuell mit einer weiteren schnellen Ausbreitung des Virus auf dem amerikanischen Kontinent.

 

Wie wird das Zika-Virus übertragen?

Das Zika-Virus wird durch Stechmücken der Aedes-Gattung auf den Menschen übertragen. Allen voran gilt die Gelbfiebermücke (Aedes aegypti) als Hauptüberträger, die in weiten Teilen der Tropen und teils in den Subtropen verbreitet ist. Und obwohl einer der möglichen Überträger des Virus die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) ist, die auch in Süddeutschland vorkommt, ist hierzulande glücklicherweise bislang keine erworbene Zika-Infektion bekannt geworden. Auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch erscheint derzeit als unwahrscheinlich, weshalb eine Verbreitung durch eingeschleppte Fälle in Deutschland demnach nicht zu erwarten ist.

 

Weitere Informationen:

Für Beschäftigte und Reisende stellt das Auswärtige Amt online ein Merkblatt zur Zika-Virus-Infektion zur Verfügung.

Und auch das Vorsorgeprogramm BabyCare fasst in einem aktuellen Beitrag alle für schwangere Frauen wichtigen Informationen bezüglich dieser Thematik zusammen.

 

Foto: (c)Day Donaldson/flickr.com

Reisewarnung für Schwangere
Reisewarnung für Schwangere bewerten:
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (Noch keine Bewertungen)
Loading...