Recht auf Homeoffice?

Ja, das Homeoffice war in den vergangenen Monaten für viele Werktätige und Angestellte lebensrettend. Oder zumindest Job- und Familienerhaltend. Und ja, es wird auch noch eine ganze Weile so weiter gehen – Homeoffice ist das Gebot der Stunde. Die Unternehmen sind zu loben, die Homeoffice ohne große Hürden ermöglicht haben. Und dabei in Kauf genommen haben, dass die internen Firmendaten alles andere als sicher waren.

Umso unverständlicher ist es, dass der deutsche Regulierungsmichel das alles sofort in ein Gesetz gießen möchte. Gesetze und Vorgaben, Regulierungen an allen Ecken und Enden ma-chen die deutsche Volkswirtschaft eh schon träge und im Vergleich zur internationalen Kon-kurrenz uneffektiv.

Jetzt will Arbeitsminister Hubertus Heil Homeoffice gesetzlich regulieren. 24 Tage im Jahr sol-len Arbeitnehmer im Homeoffice verbringen können.

„Neue Auflagen sind das Letzte, was die Mittelständler jetzt gebrauchen können“ wettert dann auch der Vorsitzende der Mittelstandvereinigung, Carsten Linnemann. Denn der Mittel-stand kämpft angesichts der Pandemie ohnehin schon ums Überleben. Und ein Bäckermeister oder Straßenbauer sind im Homeoffice ja nun wirklich schwer vorstellbar.

Lieber Hubertus Heil, statt nach alter Sozen-Manier mal eben mit dem Einheitsrasenmäher drüberzugehen, der nur gerecht aussieht, aber keineswegs gerecht ist – stattdessen, Herr Ar-beitsmister wäre es das Gebot der Stunde, ein flexibles Arbeitszeitengesetz nach skandinavi-schem Muster auf den Weg zu bringen. Das würde sowohl den Unternehmen als auch den Familien helfen.

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