Pro Kind ein Zahn

zahnNach einem alten Sprichwort kostet jedes Baby die schwangere Frau einen Zahn. Doch was ist wirklich dran an diesem weitverbreiteten Mythos? Wir klären auf.

 

So scheint es zumindest in der Vergangenheit tatsächlich wahr gewesen zu sein. Denn während einer Schwangerschaft kann es aufgrund der Veränderungen des Hormonhaushalts häufiger auch zu Zahnfleischblutungen oder zu Parodontitis kommen. Außerdem verändert sich oft auch das Essverhalten der Schwangeren. Sie greifen zu mehr süßen und andererseits sauren Nahrungsmitteln, welche den Zahnschmelz angreifen und so Kariesbildung begünstigen können. Ebenso das Erbrechen, das viele schwangere Frauen in den ersten Monaten der Schwangerschaft begleitet, kann sich negativ auf die Zähne auswirken. Die aufkommende Magensäure in der Mundhöhle kann Schäden an den Zähnen verursachen.

 

In der zweiten Schwangerschaftshälfte können Schwangere außerdem eine sogenannte Schwangerschafts-Gingivitis erleiden. Das Zahnfleisch ist dann gerötet und sehr schmerzhaft, außerdem können sich Ödeme bilden.

 

Zusammenfassend ist es damit tatsächlich wahr, dass schwangere Frauen häufiger an Zahnerkrankungen leiden. Doch mittlerweile ist die Medizin so weit vorangeschritten, dass diesen entgegengewirkt werden kann. Das oben genannte Sprichwort muss bei Ihnen daher nicht wahr werden. Dafür ist aber auch eine intensive Zahnpflege das A und O. Im Folgenden haben wir für Sie daher nochmals die Grundregeln der Zahnpflege zusammengefasst:

 

  • Putzen Sie mindestens zwei Mal am Tag die Zähne.
  • Putzen Sie die Zähne drei Minuten lang.
  • Putzen Sie mit mäßigem Anpressdruck (nicht der feste Druck fördert die Reinigung, sondern Putztechnik und Dauer).
  • Putzen Sie die Zähne nach dem Frühstück. Denn verbleiben Essensreste länger als 10 Minuten nach dem Essen auf den Zähnen, wird die Kariesentstehung stark begünstigt.
  • Putzen Sie die Zähne abends nach der letzten Nahrungsaufnahme.
  • Nehmen Sie nicht über den Tag verteilt immer wieder kleinere Zuckermengen zu sich. Dies führt zu einer permanenten Säurebelastung Ihrer Zahnflächen. Genießen Sie lieber einmal täglich eine größere Portion Süßes und reinigen Sie danach Ihre Zähne.
  • Kaufen Sie alle 6 bis 8 Wochen eine neue Zahnbürste.
  • Verwenden Sie fluoridhaltige Zahnpasta.
  • Reinigen Sie eventuell vorhandenen herausnehmbaren und festsitzenden Zahnersatz oder kieferorthopädische Geräte in dafür vorgesehener Art und Weise.

 

 

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