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Plaste und Elaste hat ausgedient. Mahler meint am 5.7.2018

160203_Mahlermeint_bannerWenn wir schon nicht Weltmeister werden haben wir wenigstens in Sachen Umwelt einen großen Sieg errungen. Ich gehe schon lange mit Lebensmitteln, Schuhen und Klamotten lieber ohne Verpackung aus dem Laden, bevor ich eine Plastiktüte nehme. Jetzt steht der Durchbruch unmittelbar bevor. Zumindest was die Trinkröhrchen angeht. Und das Einmalgeschirr. Rewe und Lidl – dahinter verbergen sich auch Penny, Toom und Kaufland – wollen bis Ende des Jahres den Plastikmüll in spe aus 9.200 Filialen verbannt und durch Alternativen aus Papier, Weizengras oder Edelstahl ersetzt haben. Freilich tun sie das nicht aus lauter Liebe zu den Fischen sondern aus knallhartem Kalkül. Wer hat im Image-Wettbewerb die Nase vorn? Immer mehr Verbraucher beschweren sich an den Kassen über politisch nicht korrekte Artikel in den Regalen. Und die EU kündigte im Mai an, massiv durch Verordnungen gegen Plastikmüll im Meer vorzugehen. Also: vorausschauender Gehorsam punktet bei der aufgeklärten Klientel. Ist aber auch egal. Das Ende des Plastik-Zeitalters wird eingeläutet: Auch Kleinigkeiten wie Wattestäbchen und Getränken in Ein-Weg-Plastikflaschen Speisen zum Mitnehmen sind im Visier der Meeresschützer. Selbstverständlich erst dann, wenn die Vorräte in den Lagern aufgebraucht sind. Allein bei den Plastikhalmen der REWE Gruppe kommen wir 42 Millionen. Davon gibt es in Mahlers Haushalt noch 50 Stück. Wenn sie – einmal benutzt – im gelben Sack landen, ist das ja auch OK. Auch wenn es bei der nächsten Party vermutlich einen Image-Kollateral-Schaden gibt. Aber auch Diskussions-Stoff.

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