Planwirtschaft

Bis zu 900 Millionen Dollar kostet der Wahlkampf in den USA. Pro Kandidat. Dafür wird auch was geboten. In den ersten Vorwahlen in Iowa hat der ultrakonservative texanische Republikaner Ted Cruz den ultrakonservativen pfälzischen Republikaner Donald Trump geschlagen. Weil Ted Cruz einen Plan von apokalyptischen Ausmaßen hat: Er will den nahen Osten mit einem Bombenteppich überziehen. „Wir wollen den Sand glühen sehen“ rief er der begeistert johlenden Menge in Iowa zu. So gewinnt man Wahlen, Frau Merkel.

 

Wahlkampf – Zeit der Pläne. Plan A, Plan A2, Erfinderin Julia Glöckner, Plan B, Erfinder Horst Seehofer. Alle aus dem selben Stamm. Der Grüne Winfried Kretschmann flirtet im Wahlkampf mit Angela Merkel, weil ihm gerade die SPD wegbricht, die hat statt Deutschland allein im Haus Europa jetzt den genialen Plan, die potentiellen Flüchtlinge mit Geldgeschenken auf andere Gedanken zu bringen, Andrea Nahles von der SPD hat den Plan, Zuwendungen zu streichen, wenn Flüchtlinge straffällig werden oder keinen Deutschkurs besuchen.
Wahlkampf ist eben nicht nur die Zeit der Planwirtschaft, sondern auch die Zeit des Populismus.

 

Da will man krampfhaft der AfD die Lufthoheit über deutsche Stammtische wieder abnehmen und schreckt auch nicht vor den unsinnigsten Thesen zurück.
Wer sich im Wahlkampf von derlei Plänen beeindrucken lässt, der braucht einfach nur eine Lesebrille. Schließlich gibt es in jeder Partei ein verabschiedetes Parteiprogramm. Sich in seiner Entscheidung beim Urnengang daran zu orientieren ist allemal besser als der Kakophonie der hektisch vorgetragenen Pläne A, A2, B und was weiß ich zu lauschen.

Tags: , , ,

Planwirtschaft bewerten:
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
5,00 von 5 Punkten, basierend auf 1 abgegebenen Stimmen.
Loading...

Das könnte Sie auch interessieren