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Ermittlungen zu Duisburger Messerstecher auf dem Prüfstand

15.03.2024

Nach einem Bericht des nordrhein-westfälischen Justizministeriums zu Ermittlungen auch in Bayern gegen den mutmaßlichen Messerstecher von Duisburg prüft die Polizei im Freistaat ihr Vorgehen in dem Fall. Dem am Mittwoch im Rechtsausschuss des Landtags in Düsseldorf vorgestellten Bericht zufolge hatte ein Zeuge in Niederbayern der Polizei in Straubing schon am 8. Januar und damit Wochen vor dem Angriff auf zwei Grundschulkinder in Duisburg gemeldet, dass der Verdächtige in einem Chat «Mordpläne» für September 2024 angekündigt haben soll. Die Polizei habe den Verdächtigen als Absender der Nachricht ausfindig gemacht und die Ermittlungsakten zunächst an die Staatsanwaltschaft Regensburg weitergegeben. Von dort sei der Vorgang an die Staatsanwaltschaft Duisburg weitergeleitet worden. Letztlich hätten die Ermittler dort zwar einen Durchsuchungsbeschluss gegen den 21 Jahre alten Deutsch-Bulgaren erwirkt, der aber nicht mehr vor dem Angriff Ende Februar umgesetzt worden sei. Ob es bei den Behörden in Nordrhein-Westfalen etwa wegen eines falsch eingetragenen Aktenzeichens, einer fehlenden telefonischen Vorwarnung und nicht mitgelieferter Unterlagen zu Verzögerungen kam, soll bei der Prüfung durch die Dienstaufsicht untersucht werden.