Nicht für die Schule, fürs Leben lernen wir. Mahler meint am 4.9.2017

Ich habe es Ihnen bestimmt schon erzählt, dass ich 13 Enkelkinder habe. Das bedeutet natürlich auch dass jedes Jahr eines von ihnen eingeschult wird. Am Samstag war Jakob dran. Er lebt in Brandenburg und Opa und Oma sind natürlich aus Stuttgart angereist, um bei dem großen Ereignis dabei zu sein. Schön wars – obwohl ich nicht verstehen kann, dass unser Schulsystem noch immer so anachronistisch ist. Schule als Ländersache – das genau so aus dem letzten Jahrhundert wie Landesmedienanstalten. Wir leben in einem mobilen Land, ständig werden Bundesländer gewechselt – und meine Enkel leiden immer noch genau so darunter wie wir früher. Jeder Umzug bedeutet anderer Lehrplan, Leistungsabfall, neues System. Soviel zum Föderalismus.
 
Ebenso unverständlich ist es für mich, dass in Zeiten boomender Wirtschaft und sprudelnder Steuereinnahmen noch immer so wenig Geld für Bildung bereitgestellt wird. Immer noch Lehrermangel, zu große Klassen, leistungs- statt sozial orientierte Lehrpläne. Mein Enkel Joshua ist jetzt auf einer freien demokratischen Schule – aber das kostet natürlich. Ich stelle fest: wer es sich leisten kann, schickt sein Kind nicht mehr auf öffentliche Schulen sondern sucht sich eine Alternative. Eine Schande für unsere Kultusministerien. Wann setzt endlich mal ein Umdenken ein?
 
 
 

Nicht für die Schule, fürs Leben lernen wir. Mahler meint am 4.9.2017
Nicht für die Schule, fürs Leben lernen wir. Mahler meint am 4.9.2017 bewerten:
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
4,09 von 5 Punkten, basierend auf 43 abgegebenen Stimmen.
Loading...