Ohne Wasser kein Leben.

Die Vereinten Nationen schätzen, dass die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2040 von derzeit etwa sieben Milliarden Menschen auf knapp neun Milliarden anwachsen wird. Dann würden die Süßwasservorkommen der Erde nur noch 70 Prozent des Bedarfs decken. Durch Klima-wandel bedingte Gletscherschmelze und Ausbreitung von Wüsten könnten mehreren Studien zufolge zudem ausgerechnet in dicht besiedelten Regionen zu Wasserknappheit führen. Mit anderen Worten: Wasser wird ein seltener, wertvoller Rohstoff wie Gold, Öl und Diamanten – und um die werden Kriege geführt.

Ungerührt sprengt unser Nachbar den Rasen, spritzt ausgiebig den Gartenpavillion ab. Unser ehemaliger Rasen ist gelb. Wie alle anderen. Die Katastrophen dieses Sommers heißen wieder einmal Feuer – und Wasser.

Ungeachtet all dessen wird Wasser weiter privatisiert und macht Großkonzernen die Taschen voll. Veolia, Suez, Nestlé, Coca-Cola und PepsiCo heißen die größten Schwerverbrecher an der Menschheit, der Flora und der Fauna.

Und die Welt lässt sie gewähren, schaut tatenlos zu, Die weltweite Wasserkrise lässt sich nur meistern, wenn

* das Credo des Wachstums um jeden Preis überwunden,

* der Handel völlig neuen Leitlinien unterworfen wird,

* Unternehmen keine Klagerechte mehr haben,

* die öffentliche Wasserversorgung sichergestellt wird,

* die Großindustrie angemessene Wasserpreise zahlt,

* Landraub beendet,

* Finanzmärkte reguliert und Bürgerdemokratie gestärkt werden.

Schreibt Marita Wiggerthale von Oxfam. Klingt gut – aber wo ist die Instanz, die solches durchsetzen könnte? Währenddessen trocknet die Welt aus.

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