Not macht erfinderisch.

Nein, die Corona-Pandemie ist kein „besonderes Reden Gottes“ zu uns. Manche besonders fromme Menschen wollen uns das ja einreden. Ich meine: Gott redet immer zu uns, mit uns, wenn wir uns auf die Unterhaltung mit ihm einlassen. In der Corona-Krise redet er dadurch zu uns, indem uns sein Geist erfinderisch macht. Und sein Bodenpersonal dazu. Viele Kirchenge-meinden denken über neue Formen der Kommunikation nach. Vieles geschieht dank der digi-talen Medien online. Gebete, Mut machen, Einkaufslisten, Hilfeleistungen, virtuelle Veranstal-tungen und Meinungsaustausch, Live-Stream-Gottesdienste. Wichtig finde ich dabei die nicht zu vergessen, die nicht digital unterwegs sind. Sie haben Kontakt und Zuspruch oft am nötigs-ten. Mit denen kann man telefonieren, ihnen schreiben, die Post wird ja noch zugestellt.

Unsere Freunde Heidrun und Peter sind mit dem Wohnmobil in Griechenland gestrandet. Mit ihnen telefonieren und chatten wir viel. Abends schicke ich ihnen manchmal einen Segen. Zum Beispiel diesen:

Unser Abendgebet steige auf zu dir, Herr, und es senke sich auf uns herab dein Erbarmen. Dein ist der Tag, und dein ist die Nacht. Lass, wenn des Tages Schein vergeht, das Licht deiner Wahrheit uns leuchten. Geleite uns zur Ruhe der Nacht und vollende dein Werk an uns in Ewigkeit.

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