Natürlich gesund am 23.06.2020 – Hernienzentrum

Wenn die Bauchwand schlapp macht – Große Hernien mit Augenmaß und Technik sicher behandeln.

Dr. med. Katharina Paul-Promchan
Chefärztin Abteilung für Allgemeinchirurgie, Leiterin Hernienzentrum Bethel Berlin
 
Leidet ein Patient an einer „Hernie“ kann es durch eine „Bruchpforte“, einer Schwachstelle in der Bauchwand, zu einer Einklemmung von inneren Organen kommen. Diese Brüche gehören zu den häufigsten chirurgischen Erkrankungen. Entsprechend hoch ist die Erfahrung der meisten Chirurgen in der Behandlung der klassischen Krankheitsbilder wie dem Leistenbruch.
 
Zur Versorgung besonderer, zum Teil sehr beeinträchtigender Diagnosen auf diesem Gebiet bedarf es besonderer Expertise.
Chefärztin Dr. Katharina Paul-Promchan hat sich auf die komplexe operative Behandlung sehr großer Narbenhernien und Zwerchfellbrüche spezialisiert.
Nach einem vorangegangenen bauchchirurgischen Eingriff – etwa einer lange zurückliegende Blinddarm-, Gallenblasen- oder Darmoperation – können Bauchwand und Narbe aus verschiedenen Gründen zu nachgiebig sein.
 
Etwa jeder fünfte Patient leidet als Spätkomplikation einer Operation an einem Narbenbruch. Nicht jeder Narbenbruch muss behandelt werden, aber große Brüche sind schwer zu operieren, weil sie vom behandelnden Arzt Erfahrung in einem breitgefächerten Spektrum an Techniken erfordern.
 
So kann Frau Dr. Paul-Promchan für die Narbenbruch-Eingriffe auf unterschiedliche Operationstechniken zurückgreifen – in der Regel minimal-invasiv (aus Gründen der besseren Wundheilung und für die Ästhetik).
In Natürlich Gesund berichtet Dr. Katharina Paul-Promchan aus der Praxis, stellt spezielle Verfahren und Neuerungen in der Hernien-Behandlung vor.
 


Die Sendung zum Nachhören:

HERNIENZENTRUM BETHEL BERLIN
 
Das Hernienzentrum Bethel Berlin wurde mit Spezialisierung auf die komplexe Versorgung großer Narbenhernien und Zwerchfellbrüche im Jahr 2019 als Teil der Abteilung Allgemeinchirurgie am Krankenhaus Bethel Berlin etabliert. Das Leistungsspektrum umfasst Leistenhernien, sonstige Bauchwandhernien (wie Nabel-, Narben und parastomale Hernien) sowie die Anti-Refluxchirurgie. Mit dem „tailored approach“ (zu Deutsch: „maßgeschneiderte Behandlung“ suchen die Operateure aus einer Vielzahl verschiedener Operationstechniken die passende für den jeweiligen Patienten aus. Hierzu steht den Ärztinnen und Ärzten ein breites therapeutisches Angebot zur Verfügung, das vom einfachen Nahtverschluss über Rekonstruktionen der Bauchwand bis hin zum Bauchwandersatz durch Kunststoffnetze oder biologische Netze reicht – sowohl minimal-invasiv als auch konventionell.
 
Unter Federführung von Chefärztin Dr. Katharina Paul-Promchan wurde dem Hernienzentrum Bethel Berlin das Siegel der Deutschen Herniengesellschaft „Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“ verliehen. Es verlangt von den Operateuren besonderen Erfahrungswerte und garantiert prä- und postoperativ eine umfangreiche Qualitätssicherung.
 
Die Allgemeinchirurgen am Krankenhaus Bethel Berlin arbeiten in vier hochmodernen OP-Sälen und mit neuester Operationstechnik. Gerade bei operativen Eingriffen an den Eingeweide-Organen bringt das Team jahrelange Erfahrung in konventioneller und laparoskopischer (unter Zuhilfenahme optischer Instrumente) Chirurgie mit. Über 90 Prozent der Gallen- und Blinddarmoperationen, Dickdarmresektionen oder Leistenbruchoperationen werden minimal-invasiv durchgeführt. Die Auswirkungen einer Operation werden so äußerst gering gehalten, Patienten haben in der Regel weniger Schmerzen und können schneller genesen.


KRANKENHAUS BETHEL BERLIN
 
Das Krankenhaus Bethel Berlin ist ein Notfallkrankenhaus in Steglitz-Zehlendorf mit 250 Betten. In den Abteilungen Orthopädie & Unfallchirurgie (mit zertifiziertem Endoprothetikzentrum), Innere Medizin I (Allgemeine Innere Medizin mit gastroenterologischem Schwerpunkt), Innere Medizin II (Pneumologie, Beatmungsmedizin und Allergologie), Allgemeinchirurgie (mit Hernienzentrum), Anästhesiologie & Intensivmedizin, Radiologie, einem im Haus ansässigen Labor, Ergo- und Physiotherapie inkl. Bewegungsbad und den Belegabteilungen für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und für Urologie versorgt die Klinik seit mittlerweile 60 Jahren Patienten im Berliner Südraum. Das Arbeiten und Wirken im Krankenhaus Bethel Berlin steht auf einem diakonischen Fundament. Als konfessionell geprägtes Haus steht hier neben der umfassenden und hoch qualifizierten medizinischen Versorgung die Seelsorge und Fürsorge für Menschen im Mittelpunkt des Handelns. Das Krankenhaus ist nach KTQ, endocert und dem TÜV-Verfahren „Qualitätsmanagement Akutschmerztherapie“ zertifiziert. Weiterhin engagiert sich das Krankenhaus Bethel Berlin für den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen: Dafür wird dem Haus alle fünf Jahre das BUND-Gütesiegel “Energie sparendes Krankenhaus” verliehen.
 
Chefärztin Dr. med. Katharina Paul-Promchan leitet seit Januar 2019 die Fachabteilung für Allgemeinchirurgie am Krankenhaus Bethel Berlin und seit Februar 2020 das Hernienzentrum Bethel Berlin. Die Fachärztin für Chirurgie und Viszeralchirurgie hat während Ihrer Zeit als Oberärztin am St.-Josephs-Krankenhaus Berlin-Tempelhof mit Ihrer Spezialisierung auf die komplexer Hernienchirurgie begonnen und diese Anstrengungen erfolgreich im Krankenhaus Bethel Berlin fortgesetzt. Ihre weiteren operativen Schwerpunkte liegen in der Behandlung von gutartigen (z.B. Divertikel) und bösartigen Tumoren des gesamten Verdauungstraktes (z.B. Kolon- und Mastdarmkarznom). So zeichnet sie in enger Zusammenarbeit mit der Gastroenterologie verantwortlich für die guten Ergebnisse des Interdisziplinären Darmzentrums am Krankenhaus Bethel Berlin.
 


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