Nachhaltige Winterkleidung: So halten Sie sich mit gutem Gewissen warm

Das Thema Nachhaltigkeit beeinflusst uns in sämtlichen Lebensbereichen – egal, ob es um den Einkauf von Nahrungsmitteln, die Haushaltsführung oder um Mode geht. Das Bemühen darum, so umweltfreundlich und ressourcenschonend wie möglich zu konsumieren, ist bereits in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Fast Fashion steht seit langem in der Kritik, da ihre Produktion die Ausbeutung von Arbeitern befördert und der Umwelt erheblichen Schaden zufügt. Im Winter greifen wir gern zu warmen, kuscheligen Materialien, um in der Kälte nicht zu frieren. Wie ist es also möglich, nachhaltig zu konsumieren und sich gleichzeitig warm und modisch zu kleiden?

 

Kleidung aus Naturfasern

Wolle ist ein Naturmaterial, das seit mehreren tausend Jahren von Menschen genutzt wird, um Kleidung daraus herzustellen. Besonders im Winter sind warme Wollpullover, Socken, Mützen und Schals beliebt. Im Gegensatz zu synthetischen Fasern hat Wolle, die am häufigsten aus dem Fell von Schafen, aber auch aus dem anderer Tiere gewonnen wird, eine Reihe von Vorteilen. Dies gilt auch in Bezug auf die Umwelt. Positiv zu bewerten ist, dass Wolle ein natürlich nachwachsendes Material ist – einmal geschoren, wächst das Fell von Schafen stets nach. Da es sich um ein Naturprodukt handelt, gibt es beim Waschen von Schurwolle einiges zu beachten. Bei Kunstfasern ist ein Problem, dass diese beim Waschen häufig Partikel aus Mikroplastik verlieren. Diese gelangen so ins Abwasser und in die Atemluft. Wolle als natürlicher Rohstoff hingegen ist biologisch abbaubar. Das bedeutet jedoch nicht, dass jegliches Produkt aus Wolle uneingeschränkt umwelt- und tierfreundlich ist. Auch in der Wollproduktion gibt es Unterschiede in der Herstellung. Bei Merino-Wolle aus Australien und Neuseeland ist es beispielsweise häufig so, dass die Schafe unter schlechten Bedingungen gehalten werden. Die CO2-Bilanz wird durch weite Transportwege zusätzlich belastet. Die Etiketten der Kleidung geben in der Regel Aufschluss darüber, woher die Wolle kommt und ob es sich um Bio-Wolle handelt, die frei von Chemikalien ist. Hochwertige Bio-Wollprodukte finden Sie oft in Hofläden von Bio-Höfen oder Schäfereien. Auch andere Naturfasern sind gute Alternativen zu synthetischen Materialien. Allwetterjacken aus dicht gewebter Baumwolle beispielsweise besitzen eine natürliche wasserabweisende Funktion und sind außerdem atmungsaktiv. Hanffaser ist einer der nachhaltigsten Rohstoffe, da die Pflanze überdurchschnittlich schnell wächst und nur wenig Wasser verbraucht. Achten Sie darauf, beim Neukauf auf zertifizierte Bio-Kleidung aus natürlichen Stoffen zurückzugreifen, um sicher zu gehen, dass keine schädlichen Gifte im Anbau verwendet wurden.

 

Gebrauchte Kleidung kaufen und verkaufen

Zugegebenermaßen ist es nicht ganz günstig, ausschließlich fair produzierte Kleidung in Bio-Qualität zu kaufen. Second-Hand-Mode kann darum eine gute Alternative sein. Auf diese Weise bleibt die Kleidung, die bereits produziert wurde und noch in gutem Zustand ist, weiterhin im Umlauf. Online oder in stationären Geschäften können Sie beim Stöbern oft sehr hochwertige Teile zum kleinen Preis ergattern. Wie Sie in Second-Hand-Läden fündig werden, erfahren Sie hier. Und auch andersherum können Sie nachhaltiger leben, indem Sie Kleidung, die Sie nicht mehr tragen, nicht direkt in die Tonne werfen. Geben Sie sie stattdessen an Freunde weiter, gehen Sie auf Kleidertauschbörsen oder melden Sie sich bei Kleidertausch-Plattformen wie „Vinted“ oder „Mädchenflohmarkt“ an. Die Sachen zu spenden, ist natürlich genauso sinnvoll. Jedes Teil, das weiterverwertet wird und einen Neukauf ersetzt, trägt zum Schutz der Umwelt bei.

 

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