Nach dem Clash of Cultures – versöhnte Veschiedenheit.

Mahler meint am 12.01.2015
 
 
[display_podcast] Es ist den Religionen der Welt nicht abzusprechen, dass sie in ihrem Grundsatz friedliebend sind. Die vernünftigen und nicht radikalen Muslime werden nicht müde zu betonen, dass die scheußlichen Taten des IS und anderer Terrorbanden mit ihrer Religion nichts zu tun haben. Warum nur kann man dann die Religionsführer aus den verschiedenen Richtungen nicht völlig frei sprechen von der Verantwortung für das entfesselte Toben der Selbst ernannten Gotteskrieger?
Weil sie sich nicht deutlich genug für die Versöhnung der Verschiedenheit aussprechen. In der Praxis sind viele ihrer Führer und ihrer Priester – und ebenso viele ihrer Anhänger –expansiv und aggressiv. Oft bekämpfen sie sich gegenseitig. Dies gilt ebenso für viele der politischen Führer, die sich auf Ideologien und Weltanschauungen berufen, die sich zum Teil mit den Weltreligionen vermischt haben. Aber immer deutlicher zeigt sich, dass das, was wir als Religionskriege bezeichnen, nichts mit Religion zu tun hat. Es geht um soziale Konflikte, es geht um die Verlierer des globalen Kapitalismus. Ob die nun in Gaza zu Hause sind oder in einem Pariser Vorort, in Somalia oder auf den Philippinen: Jugendliche ohen Perspektive sind leicht zu fanatisieren. Sie kämpfen für ihre eigene Zukunft und sie sind bereit, dafür ihr Leben einzusetzen. Das macht sie unberechenbar und gefährlich. Den Terrorismus können wir am besten damit bekämpfen, dass wir jungen Menschen Zukunftsperspektiven geben. Dann werden sie den Rattenfängern nicht mehr auf den Leim gehen.
 
 

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