Mittendrin im Leben: Paradise Calling

Nergis Usta // Foto: Chris Hirschhäuser“Eine Groteske über Terrorismus. Von einer Türkin. In Deutschland.”

So beschreibt Nergis Usta ihr Herzensprojekt “Paradise Calling“. Die in Berlin lebende Türkin sammelt Geld per Crowdfunding bis Mitte November um Ihren ersten Spielfilm zu realisieren. Schauspieler, Crew und Drehbuch stehen bereit.

Christian Orschmann im Interview mit Nergis Usta über den Film, ihr Leben und warum Sie den Film frei finanzieren will.

 

Zum Inhalt:
Arzu Kutlu (Maryam Zaree) ist das schwarze Schaf einer religiösen Familie. Ihr Vater (Ercan Durmaz) kämpft als Imam für einen zeitgemäßen Islam, ihre Mutter Hatice (Ilknur Boyraz) hat entgegen aller Tradition zu Hause die Hosen an und ihr kleiner Bruder Cemal hat gerade eine radikale Phase. Zum Leidwesen ihrer auf traditionelle Werte bedachten Eltern will Arzu sich als Regisseurin von Kunst-Filmen verwirklichen und hat dabei eine Vorliebe für nackte Tatsachen.

Als eines Tages ein unbekannter Auftraggeber Arzu als Regisseurin einkaufen will, nimmt sie dankend an. Zu spät merken sie und ihr Team, dass eine Terrororganisation aus Bielefeld hinter dem Auftrag steckt. Der charismatische Abbas-Raiz (Neil Malik Abdullah) will mit ihrer Hilfe einen zeitgemäßen Dschihad-Propagandafilm drehen – wenn nötig auch unter Einsatz von Waffengewalt.

Arzu und ihre Freunde Seda (Rana Farahani) und Moritz (Manuel Mairhofer) stecken in der Klemme, einziger Ausweg: Unbemerkt drehen sie mit den Geldern der Terroristen einen Anti-Dschihad-Arthouse-Film.

Das ist leichter gesagt als getan, doch nebenbei bewahrt die Filmcrew auch noch Bielefeld vor seiner Auslöschung.

Mittendrin im Leben: Paradise Calling
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