Ministerin Drese zur WM: “One Love” -Armbinde wäre wichtiges Zeichen

Schwerin (epd). Mecklenburg-Vorpommerns Sportministerin Stefanie Drese (SPD) sieht in der „One Love“-Kapitänsbinde bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar ein „klares und notwendiges Signal für Vielfalt und Gleichberechtigung“. Sie appelliert an den Deutschen Fußball Bund (DFB), trotz Sanktionsdrohungen des Fußballweltverbands (FIFA) daran festzuhalten, wie das Ministerium am Montag mitteilte. So kritikwürdig die WM in Katar sei, „umso wichtiger ist es, die weltweite Aufmerksamkeit zu nutzen, um sich deutlich für universelle Menschenrechte einzusetzen“, so Drese. Dagegen hatte der DFB angekündigt, nach den angedrohten Sanktionen durch die FIFA auf die „One Love“-Binde zu verzichten.
„Die FIFA hat sehr deutlich gemacht, dass sie sportliche Sanktionen verhängen wird, wenn unsere Kapitäne die Binden auf dem Spielfeld tragen“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der UEFA-Arbeitsgruppe. Neben Deutschland hatten auch England, Wales, Belgien, Dänemark, die Niederlande und die Schweiz geplant, die vielfarbige Kapitänsbinde mit einem Herz zu tragen, so der DFB.
„Wir waren willens, Geldstrafen zu zahlen, die normalerweise bei Verstößen gegen die Ausrüstungsvorschriften verhängt werden, und haben uns mit Nachdruck für das Tragen der Armbinde eingesetzt“, hieß es in der Erklärung. Man könne Spieler jedoch nicht in die Situation bringen, dass sie verwarnt oder gar gezwungen werden, das Spielfeld zu verlassen. „Wir erleben einen beispiellosen Vorgang in der WM-Geschichte“, sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf.
Ministerin Drese forderte den DFB und die weiteren europäischen Fußballnationalverbände auf, „spätestens nach der WM“ die Geschehnisse vollständig aufzuarbeiten und ihr Verhältnis zur FIFA zu klären.

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