Meine Corona-Woche. Heute: Sport.

Wichtig sind Rituale, um nicht komplett zu verlottern, wenn die Anreize von außen fehlen.

Ich gehe nach dem Aufstehen in meinen Fitnessraum im Keller und absolviere mein 45 Minuten Programm: Radeln, Power-Plate, Liegestützen, Gymnastik. Und ich kann sagen, dass ich seit dem Lock-down kein Gramm zugenommen habe. Ich habe eher weniger auf den Rippen.

Wichtiger als dieser angenehme Nebeneffekt ist es, den Tag aktiv zu beginnen, richtig wach zu werden und sich selbst zu fordern. Das hilft gegen die Resignation, gegen das „sich-gehen-lassen.“ Disziplin ist gefragt, gerade dann, wenn die festgelegten Tagesabläufe von außen feh-len. Deshalb will ich ihnen in dieser Woche erzählen, wie ich versuche, eine gute Struktur in meine Tage zu bringen. In der Hoffnung, dass für Sie das eine oder andere Hilfreiche dabei ist. Also heute: Das aktive Erwachen. Für mich ist es die Bewegung. Vielleicht hilft ihnen ja etwas ganz anderes: Mit einer Tasse Kaffee auf den Balkon sitzen, den Tag begrüßen, ihn bewusst anzugehen. Nicht mit dem Gefühl in den Tag starten: Wieder so ein bescheuerter Corona Tag, sondern ein Tag, den ich bewusst angehe und gestalte und gespannt bin, was er gerade in diesen Zeiten für mich bereithält. Es gilt: Ohne Erwartung keine Überraschung. Ich weiß wohl, dass ich als Rentner in einer privilegierten Situation bin. Andere, berufstätige, Eltern mit klei-nen und schulpflichtigen Kindern haben ganz andere Probleme und Sorgen. Aber auch für sie gilt: Aktiv und bewusst in den Tag starten, mit einer Zeit ganz für sich alleine hilft, den Alltag bewusster anzugehen und zu bewältigen.

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