Matratzenvergleich: Vor- und Nachteile von Latex, Kaltschaum und Federkern

bedWir verbringen täglich einen nicht unwesentlichen Teil des Tages mit Schlafen. Damit dieser besonders erholsam ist, spielt die richtige Unterlage eine bedeutende Rolle.

 

Aber Matratze ist nicht gleich Matratze. Je nach Material haben sie unterschiedliche Eigenschaften.

 

Latexmatratze: atmungsaktiv, dauerelastisch und klimaregulierend

 

Latexmatratzen waren die ersten Matratzen, die einen federlosen Kern hatten. Es gibt synthetische Latexmatratzen und solche aus Naturkautschuk. Außerdem sind Varianten erhältlich, die sowohl synthetische als auch natürliche Bestandteile enthalten. Latex- und Naturlatexmatratzen werden mittels Vulkanisation hergestellt. Das Verfahren ist bereits seit dem 19. Jahrhundert bekannt. Es wird genutzt, um mittels Druck und Hitze Gummi und Kautschuk wiederstandfähig zu machen. Nach der Zugabe von Peroxid oder Metalloxid wird der Kautschuk elastisch und kann in eine Form gegossen werden. In dieser befinden sich Heizstifte, durch die Latexmatratzen ihre typischen Belüftungskanäle erhalten. Die Kanäle in Kombination mit den Luftbläschen im Latexkern machen die Latexmatratze besonders atmungsaktiv.

 

Diese Matratzen sind elatisch, passen sich dem Körper gut an und vermitteln dadurch ein angenehmes Liegegefühl. Trotzdem stützen sie den Körper gut und entspannen dadurch die Wirbelsäule. Latexmatratzen wirken antibakteriell und sorgen für eine gute Wärmedämmung. Sie sind lange haltbar und auch für verstellbare Lattenroste geeignet. Ein Nachteil ist, dass der Körper schnell schwitzt. Außerdem sind Latexmatratzen oft schwer, unhandlich und nicht in Kombination mit Boxspringbetten erhältlich.

 

Kaltschaummatratze: Das Leichtgewicht unter den Matratzen

 

Kaltschaummatratzen sind bei den Deutschen sehr beliebt. Es gibt daher viele unterschiedliche Modelle. Der Kern dieser Matratze besteht aus Kaltschaum. Die Aushärtung des Schaums aus Polyurethan erfolgt bei niedrigen Temperaturen. Die Matratze ist mit mehreren Schaumstoff-Schichten ummantelt, die unterschiedlich dick sind. Zwischen den einzelnen Schichten befinden sich Luftkammern, die eine gute Luftzirkulation gewährleisten. Kaltschaummatratzen sind anpassungsfähig, leicht, langlebig, wärmeisolierend und allergikerfreundlich. Für Menschen, die leicht schwitzen, sind sie aber ungeeignet. Kurz nach dem Kauf sind unangenehme Gerüche möglich, die durch den chemischen Prozess bei der Herstellung entstehen.

 

Taschenfederkernmatratzen: Gut für starke Schwitzer

 

Taschenfederkernmatratzen sind die verbesserte Variante von Federkernmatratzen. Die Stahlfedern stecken in Stofftäschchen, wodurch sie punktelastisch werden und sich dadurch an den Körper anpassen. Das sorgt für einen erhöhten Schlafkomfort, der mit der Anzahl der Federn steigt. Außerdem stützen die Federn und bewirken dadurch eine gesunde Körperhaltung. Als Umhüllung der Federtaschen wird eine Schaumstoffschicht, Vlies oder Stoff verwendet. Für starke Schwitzer ist diese Matratze besonders geeignet. Die Luft kann gut zirkulieren, wodurch Schimmel verhindert wird. Federkernmatratzen sind stabil und haben ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Für Frostbeulen ist die Matratze weniger gut geeignet. Außerdem ist sie vergleichsweise schwer.

 

Bild: © Wokandapix/pixabay

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