Die Welt schreit nach Erlösung

Ich weiß ja auch nicht, wer die Choreografie der Weltpolitik schreibt. Wer auch immer es ist – sie ist einfach unbeschreiblich passend für diesen 8. Dezember 2015.
Thema Klima: Während in Paris die Staaten der Welt darüber streiten, wer die Zeche für die Luftverschmutzung zahlt, versinkt Peking, zweitgrößte Dreckschleuder der Welt, im Smog. Alarmstufe rot, das erste Mal.

 
Thema Radikalismus: Während Marie Le Pen mit ihrer Front National den ersten und historischen Wahlsieg feiert, beschließt das Bundesverfassungsgericht, die Klage gegen die NPD wieder zuzulassen.

 
Thema Schuld und Vergebung: Der Papst ruft heute in Rom das Heilige Jahr aus. Die Stadt ist hochgerüstet wie im Krieg. Statt 33 Millionen Pilger werden gerade mal 11 erwartet. Gnade und Barmherzigkeit trifft auf die Terrorgefahr selbsternannter gnadenloser und unbarmherziger selbsternannter Gotteskrieger.
Ganz ehrlich: Ich bin froh, dass das Erlassjahr für alle Schuld – das es schon im alten Israel gab – nicht von einer Kirche verwaltet werden kann. Gott allein vergibt Schuld und er tut es nach seinen eigenen Regeln.

 
Aber: Er entbindet uns nicht davon, für die Folgen unseres Fehlverhaltens einzustehen. Womit wir wieder beim Klimagipfel angekommen wären. Kurskorrektur und Geldbeutel auf, China, Obama, Merkel. Und das Eingestehen von Schuld und die Bitte um Vergebung. Bei denen, die unter unserer verfehlten Umweltpolitik mehr leiden müssen als wir.

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