Machtlos.

Die internationale Friedenspolitik steckt in der Sackgasse. Humanitäre Hilfe für Menschen in Not läuft oft ins Leere. Menschenrechte werden eingeklagt, mit Sanktionen versehen – doch diese bleiben in den meisten Fällen wirkungslos.

Die Einflussnahme der verschiedenen Großmächte verhindern wirkungsvolles Handeln.

Geht Europa die Generäle in Myanmar zu hart an läuft es Gefahr, seinen Einfluss vollends an China zu verlieren.

Retten die UN und die Europäische Union Millionen Syrer vor dem Hungertod, kann an einen Wiederaufbau und damit an eine Überwindung der strukturellen Armut nicht gedacht wer-den. Assad sitzt dank der Unterstützung Putins nach wie vor fest im Sattel, das Land versinkt im Chaos.

Mahnt die Bundesregierung die Menschenrechte für die Uiguren in China durch Boykottmaß-nahmen an, kontert China sofort mit Sanktionen gegen deutsche Politiker und kulturelle Ein-richtungen.

Versucht man eine Einflussnahme für ein Ende des grausamen Bürgerkriegs im Jemen, hat man sofort mit Interessenkonflikten mit Saudi-Arabien und dem Iran zu tun. Und die Terror-milizen mischen dort auch noch kräftig mit.

Fazit: Die Weltgemeinschaft ist global so tief in ideologische, religiöse und geopolitische Kon-flikte verstrickt, dass Einflussnahmen und Hilfen aus rein humanitärer Absicht meist ins Leere laufen. Es ist zum Verzweifeln. Hilf- und Machtlos muss die internationale Gemeinschaft zuse-hen, wie sich die hässliche Fratze der Globalisierung zeigt. Der Traum von einer Einigung auf die Grundwerte der Weltgemeinschaft – die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte – ist ausgeträumt.

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