Lohnt sich die Anschaffung eines Elektroautos?

Nachhaltigkeit wird in vielen Lebensbereichen immer relevanter – so auch in der alltäglichen Mobilität. Viele Menschen können nicht auf ein eigenes Auto verzichten, sie sind sich jedoch bewusst, dass ein Benziner oder Diesel das Klima belastet. Daher denken immer mehr Autofahrer über die Anschaffung eines vollelektrischen Pkw nach. E-Autos stoßen keine Schadstoffe aus und haben eine hervorragende CO2-Bilanz. Dafür kosten sie in der Anschaffung aber auch deutlich mehr und noch längst nicht überall gibt es Ladestationen. Ist die Zukunft des Pkw dennoch elektrisch?

Stromer sind umweltfreundlich und leise
Die meisten Menschen, die sich ein Elektroauto anschaffen, tun dies aus dem Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit. Da Elektromotoren ohne Verbrennung funktionieren, stoßen sie keine Treibhausgase aus. Sie müssen weder mit Diesel noch mit Benzin betankt werden, was zur Schonung der Erdölressourcen beiträgt. Außerdem sind Elektromotoren deutlich leiser. Insbesondere in großen Städten wie Berlin könnten Elektroautos daher zu einer deutlichen Verbesserung des städtischen Klimas beitragen. Wären hauptsächlich Elektroautos auf den Straßen unterwegs, würde ein Großteil des Stadtlärms verschwinden. Ein häufig gegen die Anschaffung eines Elektroautos vorgebrachtes Argument ist, dass die Anschaffungskosten im Durchschnitt deutlich höher sind; allerdings sind die Betriebskosten insgesamt niedriger, was an geringeren Verbrauchskosten und weniger Reparaturen liegt. Zudem profitieren Käufer eines E-Autos von einer Umweltprämie in Höhe von 9.000 Euro.

Elektroautos hängt auch der Ruf an, recht unpraktisch zu sein – so gab es beispielsweise lange Zeit keine Modelle mit eingebauter Anhängerkupplung, die für den Transport schwerer oder sperriger Gegenstände sehr nützlich ist. Durch den zusätzlichen Luftwiderstand, den ein Anhänger erzeugt, wäre die Reichweite der Batterieladung viel zu gering gewesen. Hier hat sich jedoch inzwischen einiges getan. Dadurch, dass die Akkus deutlich leistungsfähiger geworden sind, lohnt es sich nun auch, Anhängerkupplungen an Elektroautos anzubringen. Diese sind bereits für viele elektrisch betriebene Fahrzeugmodelle verfügbar.

Weiterer Ausbau des Ladenetzes notwendig
Mittlerweile gibt es in Deutschland knapp 20.000 öffentliche Ladepunkte. Das klingt zwar erst einmal nach viel, ermöglicht aber noch keine flächendeckende Versorgung. Zudem variieren die Preise an den Ladestationen teils deutlich, was zu allerlei Verwirrung führt. Hinzu kommt, dass selbst an Schnellladesäulen ein Ladevorgang deutlich länger dauert als das Volltanken eines Benziners. Trotz der Vorteile für die Umwelt sind Elektroautos aus Sicht von Umweltschützern überdies nicht völlig unbedenklich. Der Abbau von Lithium für die Lithium-Ionen-Batterien gilt als wenig nachhaltig, die Arbeitsbedingungen in den Minen stehen permanent in der Kritik.

Ist die Zukunft der Mobilität elektrisch?
Elektroautos werden seit Jahren kontrovers diskutiert und die Entscheidung für oder gegen einen Stromer bleibt letztlich eine individuelle. Dennoch ist es nicht von der Hand zu weisen, dass der Umweltschutz eines der relevantesten Themen des 21. Jahrhunderts ist. Unsere Gesellschaft wird langfristig kaum ohne nachhaltige Mobilitätslösungen auskommen. Aus diesem Grund ist zu erwarten, dass Elektroautos früher oder später eine immer größere Rolle im Straßenverkehr spielen werden. Da an der Technologie kontinuierlich geforscht wird, ist außerdem anzunehmen, dass die Nachteile von Elektroautos in den kommenden Jahren deutlich abnehmen. Falls der Preis bislang ein Ausschlusskriterium ist, kommt eventuell der Kauf eines gebrauchten E-Autos in Betracht. Damit lässt sich einiges an Geld sparen – und nachhaltiger ist es auch.

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