Letzte Warnung.

Der Tag beginnt immer mit der Tageszeitung. Allerdings erst nach dem Aufstehen. Vor dem Aufstehen geht mir vieles im Kopf herum. Kleine, persönliche Dinge. Wie schaffe ich diesen Tag? Wie geht es meinen Kindern und Enkeln? Was kommt heute auf mich zu? Und dann kommt mir regelmäßig ein Gedicht von Erich Fried in den Sinn. „Letzte Warnung“ heißt es.

„Wenn wir nicht aufhören uns mit unseren kleinen täglichen Sorgen und Hoffnungen unserer Liebe, unseren Ängsten, unserem Kummer und unserer Sehnsucht zu beschäftigen dann geht die Welt unter.“

Aber da ist ja noch die Zeitung. Und die elektronischen Medien. Sie wollen die kleinen Alltagssorgen, das Kümmern ums eigene Leben und Wohlergehen für nichtig und lächerlich er-klären. Und da kommt Erich Fried, Teil 2: „Und wenn wir aufhören uns mit unseren kleinen täglichen Sorgen und Hoffnungen unserer Liebe, unseren Ängsten, unserem Kummer und unserer Sehnsucht zu beschäftigen dann ist die Welt untergegangen.“

Letzte Warnung.
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