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Kontaktloses Bezahlen – so geht’s

12696032183_0d9622ae98_zErst bargeldlos, dann kontaktlos: Seit einiger Zeit kann man in Deutschland „im Vorbeigehen“ bezahlen. Um das praktische Verfahren nutzen zu können, braucht man lediglich ein Smartphone, eine Kreditkarte oder Girocard mit NFC-Funktion. Bei vielen Einzelhandelsketten ist das mobile Bezahlen bereits problemlos möglich.

 

Mit dem Einkauf an der Kasse stehen und merken, dass man sein Portemonnaie zu Hause vergessen hat: Dieses Szenario muss in Zukunft nicht mehr für Schweißausbrüche sorgen. Vorausgesetzt, man hat sein Smartphone dabei und dieses ist NFC-fähig. Dann reicht es nämlich, kurz das Handy vors Lesegerät zu halten – und schon ist die Rechnung beglichen.

 

Sicheres Verfahren?

 

Klingt einfach, doch was steckt hinter dem kontaktlosen Bezahlen und wie sicher ist das Verfahren? Die Abkürzung NFC bedeutet „Near Field Communication“ und steht für einen Funkstandard, der bereits seit rund 10 Jahren auf dem Markt ist. Die Technologie erlaubt es, Daten auf kurzen Distanzen kontaktlos zu übermitteln. Sind Smartphone, EC- oder Kreditkarte mit einem entsprechenden Chip ausgestattet, kann das mobile Bezahlverfahren problemlos genutzt werden. Beim Bezahlen per Handy ist darüber hinaus das Herunterladen einer speziellen Wallet-App notwendig. Sie wird von den Mobilfunkanbietern Deutsche Telekom, Telefónica mit o2 und E-Plus sowie Vodafone angeboten.

 

Zahlungen unter 25 Euro können ohne Unterschrift und PIN getätigt werden. Bei höheren Beträgen ist zur Sicherheit ist die Eingabe der PIN notwendig. Laut einem Sprecher des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) gibt es noch weitere Sicherheitsmaßnahmen für das mobile Bezahlverfahren: So sei für Zahlvorgänge ohne PIN ein tägliches Limit von 100 Euro gesetzt, anschließend wird der Sicherheitscode erneut abgefragt. Auch nach mehreren aufeinanderfolgenden Zahlungen ohne Verifikation erfolgt eine erneute Abfrage.

 

Händler und Banken reagieren auf Nachfrage

 

Während kontaktloses Bezahlen in Ländern wie den USA, China oder Japan schon fast zum Alltag gehört, ist das Verfahren in Deutschland noch nicht weit verbreitet. Doch immer mehr deutsche Unternehmen setzen auf den mobilen Trend. Zuletzt haben die Discounter Aldi Nord und Lidl das Bezahlkonzept an ihren Kassen eingeführt. Und auch die Banken reagieren auf die Entwicklungen. Nach einer positiven Testphase in den Regionen Göttingen, Kassel und Baunatal statten die Volks- und Raiffeisenbanken in diesem Jahr rund 3 Millionen Kunden mit einer NFC-fähigen EC-Karte aus. Bei der norisbank ist eine kostenlose Mastercard mit NFC-Funktion bereits seit Längerem erhältlich.

 

Bildrechte: Flickr Credit Cards Sean MacEntee CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

 

 

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