‚Komm mit Deinem Frieden und mach dem Grauen ein Ende‘. Warum es richtig ist, abermals ein Zeichen zu setzen.

„Komm mit Deinem Frieden und mach dem Grauen ein Ende“ klingt nach einem Gebet und ist es auch. Blau-gelb und zweisprachig sind die Gebetskarten, die die Evangelische Kirche in Deutschland jetzt herausgegeben hat. Sie sollen zum gemeinsamen Gebet von Deutschen und Ukrainern aufrufen. Es steht auf Deutsch und Ukrainisch eine bittere Klage darauf und eine Bitte und ein Segen. Man kann die Karten kostenlos bestellen, ganz unkompliziert. Der Hintergrund ist klar: Geflüchtete «sollen wissen, dass sie nicht verlassen sind: nicht von Gott und nicht von anderen Menschen», sagt Bischof Christian Stäblein, der auch EKD-Beauftragter für Flüchtlingsfragen ist. Drastisch beschreibt er das Leid, das der russische Angriffskrieg auf die Ukraine mit sich bringt. Vor allem auch jetzt angesichts der neuen politischen Entwicklungen und des bevorstehenden Winters in dem schon so sehr zerstörten Land. Mir gefällt diese eindeutige Positionierung der Kirche, denn es gibt hier nichts abzuwägen und schon gar nicht zu rechtfertigen. Natürlich sind solche Karten nur ein Zeichen und ich weiß nicht, ob sie wirklich praktisch genutzt werden. Man kann sie in Kirchen oder an Orten ablegen, an denen ukrainische Geflüchtete zusammenkommen. Warum nicht? Und auch wer niemals betet, kann diesen klaren Worten am Ende vielleicht etwas abgewinnen: „Komm mit Deinem Frieden und mach dem Grauen ein Ende“.

‚Komm mit Deinem Frieden und mach dem Grauen ein Ende‘. Warum es richtig ist, abermals ein Zeichen zu setzen.
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