Kirchentag mit Abstand.

Schon vor einem Jahr haben wir einen Campingplatz in Frankfurt am Main gebucht. Gemein-sam mit unseren Freunden, mit denen wir 2019 in Dortmund auf dem Kirchentag waren. Auch dort sind wir von einem Camping mit der Bahn zu den Veranstaltungen gefahren. In diesem Jahr ist alles anders. Der 3. Ökumenische Kirchentag findet fast ausschließlich im Netz statt. Gestern die Eröffnung mit einem ökumenischen Gottesdienst zu Christi Himmel-fahrt. Eine Stunde vom Dach eines Parkhauses in der Frankfurter City. Und natürlich live übertragen in der ARD und im Internet. Kirchentag ohne Begegnung – eine wirklich traurige Veranstaltung. Der Kirchentag lebt davon, dass sich bis zu 100.000 Christinnen und Christen treffen, sich umarmen, sich in ihrer Unterschiedlichkeit wahrnehmen. Um die Einheit und die Erneuerung der Kirche ging es auch in der Predigt von Frére Alois aus Taize in Frankreich. “Die Zeit ist da für einen neuen Aufbruch.” Dies gelte für Gesellschaft und Kirche. Mit Blick auf die Ökumene warb Frere Alois für eine geistliche Erneuerung: “Auf keinen Fall dürfen wir uns mit dem Skandal unserer Spaltungen abfinden! Unsere Kirchen können noch nicht alle Glaubensschätze miteinander teilen. Aber Christus ist nicht geteilt. Er ist unsere Einheit.”

Diese Einheit nur am Bildschirm erleben zu können, schmerzt. Und so hoffen wir auf den nächsten evangelischen Kirchentag. 2023 in Nürnberg wird er hoffentlich wieder so schön werden wir vor der Pandemie. So wahr uns Gott helfe. Wir buchen auf jeden Fall schon mal den Camping vor.

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