Kinder-Gipfel.

Schon lange schlagen Psychologen und Soziologen Alarm. Unsere junge Generation geht am Stock. Jetzt hat auch die Unicef reagiert und einen Gipfel zur Bewältigung der Folgen von Corona für Kinder in Deutschland gefordert. „Der Sicherung der Kinderrechte muss jetzt höchste Priorität eingeräumt werden“ sagte der Vorstandsvorsitzende von Unicef Deutsch-land, Georg Graf Waldersee, am Dienstag zur Lage der Kinder in Deutschland 2021.

Die Rechte der Kinder umfassen mehr als medizinischen Gesundheitsschutz. Es gibt auch ein Recht auf soziale Kontakte. Ein Recht auf Bildung. Und hier schlägt die zweite und dritte Corona-Welle deutlich stärker zu als die vor einem Jahr. Nur ein Viertel der Schülerinnen hatte im zweiten Lockdown 2021 täglich Online Unterricht. Durchschnittlich 4,3 Stunden verbrach-ten die Kids täglich mit schulischen Aufgaben, 4,6 Stunden dagegen vor dem Fernsehen oder mit Zocken am Computer oder Smartphone.

Erschreckend auch der psychische Zustand der jungen Generation. „Dass ein signifikanter Teil der Jugendlichen ohne Zuversicht in die Zukunft geht, das ist richtig schlimm“ sagt Graf Wal-dersee von der Unicef. Fast jedes dritte Kind leidet laut einer Studie unter psychischen Auffäl-ligkeiten, hat Angststörungen oder entwickelt Depressionen. Deshalb fordert die Unicef einen sogenannten Kinder-Gipfel. Außerdem müssten laut Unicef die Kinderrechte endlich ins Grundgesetz. „Wir müssen das Recht der Kinder auf ein gesundes Aufwachsen und auf Bildung endlich einlösen“, so die Unicef. Und das bedeutet sicherlich mehr als willkürlich festgelegte Inzidenzzahlen für Schulschließungen und ein nicht wirklich funktionierender Fernunterricht.

Kinder-Gipfel.
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