Keine Panik auf der Titanic.

1999 brachte Jürgen Drews einen Song heraus, der mir in diesen Tagen wieder einfiel. Der Ref-rain geht so:

Wieder alles im Griff
Auf dem sinkenden Schiff
Keine Panik auf der Titanic
Land in Sicht, wir sterben nicht

Im Augenblick habe ich das Gefühl, als würde die Corona-Depression von einer „Jetzt erst recht“ Stimmung abgelöst. Wir hauen drauf, solange es geht. Und wir kriegen das mit der Seuche und dem Klimawandel hin. Hauptsache es gibt kein Tempolimit für unsere Monster-SUVs.

Moet-Chandon und Veuve-Cliqout kriegen gerade Lieferschwierigkeiten. Die angesagten Champagner-Marken sind gefragt wie nie. Und da kommt in meinem Kopf mal wieder die Ti-tanic vorbeigeschwommen, schon in Schräglage, die Borkapelle spielt, Die Leute tanzen und saufen Champagner.

Im 17. Jahrhundert, 30igjähriger Krieg und die Pest waren damals Ukraine und Corona, ver-gnügte sich der Adel, als gäbe es kein Morgen.

Die Titanic ist untergegangen. Im 17. Jahrhundert ist die Welt nicht untergegangen. Ob sie jetzt untergeht, ist noch nicht raus. Keine Panik auf der Titanic, Land in Sicht, wir sterben nicht. Prost, Stößchen, Stößchen.

Keine Panik auf der Titanic.
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