Keine Ausreden mehr, meine Herren!

Spätestens als Borussia Mönchengladbachs Schwede Oscar Wendt gestern Abend zum 3:2 Siegtreffer gegen Darmstadt 98 einnetzte, war nicht nur ein Spektakuläres Spiel sondern auch eine grandiose Vorrunde 2015/2016 der Fußballbundesliga zu Ende. Jetzt ist spielfrei, in allen Wettbewerben und das bis zum 22. Januar. Jetzt gibt’s keine Ausrede mehr, meine Herren von wegen: ich kann mich nicht auf Weihnachten konzentrieren, weil ich mit Hertha, dem HSV, der Borussia mitfiebern muss.

 

Die Messe ist gelesen und für die Schlagzeilen sorgten einmal mehr die Trainer. Der unglaubliche Höhenflug des Gladbacher Interimstrainers Andre Schubert, der schnell zum Chef befördert wurde, ebenso wie Jürgen Kramny in Stuttgart, der Alexander Zorniger ablöste und den VfB aus den Abstiegsrängen führte und im Pokal überwintern lässt. Und natürlich Pep Guardiola, der im Sommer geht und bei den Bayern Platz macht für einen weiteren ganz Großen: Carlo Ancelotti hat sogar schon die Königlichen in Madrid trainiert.

 

Die Überraschung der Vorrunde sind aber nicht die beiden starken Aufsteiger Ingolstadt und Darmstadt, es ist die alte Dame Hertha, der Vulkan Pal Dardai Flügel verlieh. Hertha überwintert auf Champions-League Rang drei und im DFB-Pokal, wo die Berliner beim Zweitligisten Heidenheim vor einer lösbaren Aufgabe im Viertelfinale stehen. Sogar ein Endspiel mit Berliner Beteiligung im Olympiastadion scheint möglich – zuletzt lief Union 2001 auf – also vor 15 Jahren. Hertha’s Profis spielten noch nie im heimischen Stadion um den Pott.

 

Aber wenn das 2016 tatsächlich wahr würde, dann geht vielleicht ein Weihnachtswunsch der Berliner in Erfüllung – zumindest für die Jungs unter ihnen.

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