Kampf der Titanen

Mahler meint am 19.02.2015
 
 
[display_podcast] Um es gleich vorweg zu sagen: Ich halte das Streikrecht und die Tarifautonomie für ein hohes Gut, das vor mehr als 100 Jahren unter großem Einsatz erstritten wurde und so etwas wie eine soziale Marktwirtschaft erst ermöglicht hat. Und ich bin als Bürger dieses Landes auch bereit, Menschen im Arbeitskampf um angemessene Löhne und Gehälter zu unterstützen. Dafür nehme ich als Vielreiser auch mal die Verspätung im Flugverkehr oder das Canceln eines ICE in Kauf. Unter einer Voraussetzung: Man sollte es mir schon plausibel erklären können, warum das gerade jetzt und hier nötig ist. Wenn sich aber herausstellt, dass es bei den Bahnern hauptsächlich darum geht, dass sich zwei miteinander konkurrierende Gewerkschaften und ihre Bosse nicht auf einheitliche Tarifverträge einigen können, dann geht es um die Macht der Herren Weselsky und Kirchner und nicht um das Wohl der Lokführer und des Begleitpersonals. Wenn die Streiks im Luftverkehr den ohnehin gut bezahlten Flugkapitänen einen noch früheren Eintritt ins Rentenalter ermöglichen sollen, dann ist das für mich als Kunden nicht mehr nachvollziehbar, dass ich wie vor einer Woche geschehen in Tegel auf meinen Flug sechs Stunden warten muss.
Das Fingerhakeln der Gewerkschaftsbosse, die Machtdemonstrationen inszenieren darf nicht länger auf Kosten der Angestellten und der Kunden gehen. Vielleicht sollte man das Tarif- und Streikrecht doch noch mal genauer anschauen. Als Termin schlage ich – mit begleitendem flächendeckendem Streik – den 29.-31. Februar 2015 vor.
 
 

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