K wie Kacke.

Man wird den Eindruck nicht los, dass die beiden ehemaligen großen Volksparteien alles dafür tun, um in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Nachdem sich die SPD in der Groko zer-legt hat und mit Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken zwei gänzlich uncharismatische Fi-guren zu Parteivorsitzenden gewählt hat, dümpeln die Sozialdemokraten bei 15% durch die politische Landschaft. Die CDU, ohnehin schon länger auf Sinkflugkurs, hat den letzten Rest Glaubwürdigkeit durch den Machtkampf um die Kanzlerkandidatur verspielt. Was das Wahl-volk wirklich erbost ist, dass die beiden großen Jungs in der dritten Welle der Pandemie nichts Besseres zu tun haben, als sich im politischen Sandkasten um das größte Förmchen zu streiten. Damit haben die Grünen im September leichtes Spiel. 26% haben die Christdemokraten noch, die Grünen sind ihnen mit 23% dicht auf den Fersen. Und das war noch vor der Gruselvorstel-lung Sonntagnacht, als keine dieser machtversessenen Figuren die Größe besessen hat, zu-gunsten der Wahlchancen auf den ersehnten Karrieresprung zu verzichten. Söder und Laschet, egal wer es wird, haben beide schon verloren.

Wie es geht, machen die Bündnis-Grünen vor. Völlig unaufgeregt und kollegial wird das intern geklärt und dann treten Annalena Baerbock und Robert Habeck vor die Kameras und strahlen. Nix Siegerin und Verlierer, sondern zwei Gewinner*innen. So stelle ich mir glaubwürde Politik jenseits aller Machtspielchen vor. Und für die Sachthemen freut es mich auch: In der Corona-Bekämpfung zeigt die Umweltpartei klare Kante, in ökologischen und Klimafragen sowieso. Ich freue mich auf eine mutige, positiv denkende charismatische Frau, der ich für die Kanzler-schaft eine Menge zutraue. Soll Söder granteln und Laschet heulen, sie haben das ganz alleine ver – Baer – bockt.

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