Jobmaschine Migranten

Manch Einheimischer reibt sich verwundert die Augen. Kaum sind Zuwanderer aus Russland da, haben sie Ruck-Zuck ein Haus gebaut. „Das kommt daher, dass die von unserem Staat alles irgendwo reingeschoben kriegen“ sagen die ansässigen Neider. Wer genauer hinsieht, kann etwas anderes beobachten: Nach Feierabend und Wochenende für Wochenende steht die ganze Sippe auf der Baustelle – bis das Häuschen fertig ist. Und dann kommt das nächste dran – die im neuen Haus bauen selbstverständlich mit.

 

 

„Die nehm ich gerne“ sagt mein Schwiegersohn, der Unternehmer ist. Die sind fleißig, und melden sich selten krank, die wollen noch was“.

Fakt ist, dass Migranten zu den Leistungsträgern unserer Wirtschaft zählen. Was ist das überhaupt, ein Migrant? Als Migranten gelten Menschen die nach 1949 zugewandert sind sowie deren Kinder.

Gefühlt schon immer standen im Südwesten, wo ich herkomme, Italiener, Türken und Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien an den Bändern vom Daimler und von Porsche.

 

 

Aber nicht nur Arbeitnehmer haben ausländische Wurzeln, die Zuwanderer schaffen selbst Arbeitsplätze. 709.000 Unternehmen, die von Migranten gegründet wurden, zählt das statistische Bundesamt derzeit. Und das sind beileibe nicht nur Döner-Buden und italienisch-indische Pizza-Lieferanten. Der Grund hierfür ist einfach: Rund 40% mehr als ein abhängig Beschäftigter bringt ein Selbstständiger am Monatsende mit nach Hause, im Schnitt fast 2.500 EURO netto.

 

 

Wer den Sprung ins Ungewisse wagt, aus welchem Grund auch immer, der möchte sich in aller Regel eine neue Existenz aufbauen. Geben wir ihm die Chance. Der Arbeitsmarkt braucht sie und sie brauchen uns als Kunden. Und Schluss mit dem Gefasel von der sozialen Hängematte.

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