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Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Mahler meint am 6.9.2018

160203_Mahlermeint_banner„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ schreibt Hermann Hesse in seinem bekanntesten Gedicht „Stufen“. Fragt sich nur, ob das heute Abend ein Anfang wird oder eine neue Folge der Serie Deutsche Nationalmannschaft mit Ballbesitzspiel. Zum Anfang gehört das Aufarbeiten der Vergangenheit. Viele fragen sich, ob das nicht eher ein „weiter so“ mit kleinen Korrekturen ist, was Jogi Löw da heute auf den Platz stellt. Schauen wir noch einmal zurück nach Russland: Die Affäre Özil/Gündogan brachte eine gute Vorbereitung auf die WM mit einer beispiellos erfolgreichen Quali aus dem Tritt. Die Mannschaft war technisch und taktisch dennoch nicht auf der Höhe der Zeit. Im Turnier erwies sich: zu alt, zu langsam, Ballbesitz statt Tempofußball. Da hatten andere aufgeholt bzw. „Die Mannschaft“ überholt. Das war Spanien und Italien nach großen Erfolgen auch passiert, davon kann man nur lernen. Die Vorrunde ging in die Hose. Ein glücklicher Sieg und zwei Niederlagen. Das passiert. Der Titelverteidiger war raus. Heute Abend tritt Deutschland gegen den neuen Titelträger Frankreich an. Die haben eine junge, dynamische Mannschaft. Die den neuen Tempofußball antizipiert hat wie keine Zweite. Das System Löw dagegen ist mit einem einzigen Neuling in der Startelf nahezu unverändert. Ob man in wenigen Wochen das Spielsystem auf den Kopf stellen kann nach vier Tagen Vorbereitung? Das darf doch bezweifelt werden. Aber die Wahrheit liegt auf dem Platz. Heute Abend wird sich beweisen, ob der DFB gut daran hat, die Ära Löw fortzuschreiben.

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