It’s a small world

Mahler meint am 02.02.2015
 
 
[display_podcast] Am Wochenende hatten wir Besuch von meinem Schulfreund. Er lebt seit 18 Jahren in Hong Kong und arbeitet als Manager in der Internationalen Bekleidungsindustrie. Das erste Treffen seit Jahrzehnten. Er zeigte mir viele Bilder, gab mir authentische Einblicke in die Fabriken in Bangla-Desh, Indien, China. Mein Freund erzählte mir, dass in dem Hochhaus in Hongkong, in dem er wohnt, eigentlich jede Familie einen „Helper“ habe, Mädchen von den Philippinen meist, die in einer Kammer hinter der Küche des Luxusappartements des superreichen Managers und seiner Familie wohnen.
Am Wochenende startete der US-Film „American Sniper“. ER verherrlicht und klagt an: 160 Menschen hat der Scharfschütze auf dem Gewissen – ein Held im Irakkrieg der USA. Oder doch nicht? Der Film ist für 6 Oscars nominiert und polarisiert die amerikanische Gesellschaft.
Am Wochenende enthaupteten die IS-Banditen ihre 2. Japanische Geisel und zwangen Japan, seine seit dem 2. Weltkrieg traditionell pazifistisch-passive außenpolitische Haltung aufzugeben. Auch sie können sich nicht länger aus den großen internationalen Konflikten raushalten und einfach nur Wirtschaftlich erfolgreich sein.
Was das alles miteinander zu tun hat? Die Welt ist ein Dorf. Die Zusammenhänge sind nicht zu übersehen. Keiner kann sich wie der gerechte Friedrich in der Fabel nackt ins Niemandsland flüchten und sich raushalten. Wir – nein, ich stecke mitten drin Im Elend, im Luxus, im Krieg, im Hunger im Terror. Und die Konsequenz? Resignation? Nein, einmischen und weiterkämpfen für eine gerechtere, friedlichere Welt.
 
 

It’s a small world
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