It’s a Boy!

Junggesellenabschiede, Hochzeiten, Geburten – alles, was uns das Leben an persönlichen Veränderungen beschert, wird heute in Riesen-Events gefeiert. Neu und völlig abgedreht: sogenannte „Gender-Partys“. Wie die funktionieren? Ich versuche es mal zu erklären:

Der Frauenarzt stellt eine Schwangerschaft fest. Er erstellt ein Ultraschallbild. Dieses Bild geht aber nicht an die werdenden Eltern, sondern eine Freundin, einen Freund. Diese er-kennen das Geschlecht des Embryos und laden zur „Gender Party“ ein. Das ist ein Fest, ein Riesenevent, zu dem jede Menge Leute einladen sind. Höhepunkt des Festes ist ein Feu-erwerk. Ist dieses hellblau einfärbt erwartet die werdende Mutter einen Jungen, rosa steht natürlich für ein Mädchen. Und – ich nehme mal an beide Farben stehen dann für zweiei-ige Zwillinge verschiedenen Geschlechts. Das Paar erfährt erst durch die Farbe des Feu-erwerks, ob sie Junge oder Mädchen erwarten. So weit, so abgedreht. Zwei Gender-Partys sorgen derzeit für Schlagzeilen: Eine verirrte Rakete bei einer solchen Party soll für einen der verheerenden Waldbrände in Kalifornien zuständig sein. Und das Mega-Event schlechthin: Eine Einladung nach Dubai. Dort wurde das höchste Gebäude der Welt, Burj Khalifa am 9. September komplett illuminiert. Die YouTube Stars Anas and Asala Marwah hatten zur Party geladen. Als das Gebäude schließlich in strahlendem hellblau erstrahlte, zog sich der Schriftzug „It’s a Boy!“ über den Wohn- und Büroturm. Kostenpunkt: 85.000 Dollar. Mir fällt dazu offen gestanden nichts mehr ein. Vielleicht sind das auch die letzten dekadenten Zuckungen einer untergehenden Epoche. Man denke nur an das alte Rom …

It’s a Boy!
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