International Games Week 2016: Videospielbranche trifft sich in Berlin

gamesweekDie International Games Week präsentiert vom 18. bis 24. April in Berlin aktuelle Trends und Entwicklungen in der Videospielbranche – und das unter einem besonders guten Stern. Denn der Branche geht es blendend: Auch im vergangenen Jahr wuchs der deutsche Markt für Video- und Computerspiele. Neue Technologien und Innovationen sprechen immer mehr Fans an und auch die Wissenschaft beschäftigt sich zunehmend mit der Gaming-Kultur.

 

Jetzt bringt die Games Week eine Woche lang Entwickler, Investoren, Wissenschaftler und Fans in der Hauptstadt zusammen.

 

Vollgepackter Programmplan mit 12 Events

 

Das Branchentreffen in Berlin konnte laut der Berliner Morgenpost schon im vergangenen Jahr 12.000 Besucher begrüßen und erwartet, in diesem Jahr sogar noch eins drauflegen zu können. Der Vollgepackte Programmplan verspricht 12 Events an 12 verschiedenen Locations in der Spreemetropole: Während sich das Fachpublikum auf diverse Vorträge und auf Entwickler zugeschnittene Angebote freut, können Familien und Fans am Wochenende im Computerspielmuseum das Gamefest besuchen, das ein breites Programm für alle Zielgruppen bereithält.

 

Die Schwerpunktthemen in diesem Jahr sind innovative Technologien wie Virtual Reality, also das Spielen in virtuellen Welten mittels spezieller Brillen, aber auch der sportliche Wettbewerb zwischen Computerspielern: Denn E-Sports gilt nicht nur auf der internationalen Games Week als Trendthema, sondern auch als Wachstumsmarkt, für den sich immer mehr Sponsoren und Fernsehsender interessieren – das verriet Maximilian Schenk, Geschäftsführer des Bundesverbands Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU), der Morgenpost.

 

Wachstum in allen Marktsegmenten

 

Innovationen wie der VR-Brille, neuen Technologien und Distributionsformen verdankt die Branche letztlich nicht nur steigende Besucherzahlen auf der internationalen Games Week, sondern auch ein deutliches Wachstum in allen Marktsegmenten: Besonders Free2Play-Spiele befinden sich derzeit “im Aufwind”, das berichtete kürzlich das Fachmagazin Gamestar und berief sich dabei auf den aktuellen Marktbericht des BIU für 2015: Demnach konnte der deutsche Spielemarkt im vergangenen Jahr um 4,5 Prozent wachsen und 2,81 Milliarden Euro umsetzen. Noch deutlicher ist das Wachstum im Free2Play-Segment: Diese Sparte kommt gar auf einen Zugewinn von 18 Prozent. Dabei handelt es sich um kostenlose Spiele, die über Portale wie prosiebengames.de entweder direkt im Browser gespielt oder gratis heruntergeladen werden können. Die Spiele finanzieren sich vorwiegend über Zusatzinhalte, die das Spiel entweder erleichtern oder erweitern. Dieses Vertriebsmodell spricht dank des leichten Einstiegs eine wachsende Zielgruppe von Gelegenheitsspielern aller Generationen an.

 

Vom Nerd-Hobby zum Forschungsgebiet

 

Auch die Weiterentwicklung der Games-Kultur spielt in die positive Entwicklung hinein: Videospiele sind kein Nerd-Hobby mehr, wie es noch vor einigen Jahren der Fall war. So verbindet die Games Week im Rahmen des Events Researching Games bereits seit 2011 fächerübergreifend Studenten und Forscher, die sich mit Videospielen auseinandersetzen und sie zum Beispiel in ihrem kulturellen Zusammenhang untersuchen. Interdisziplinarität ist letztlich auch das Ziel des siebentätigen Branchentreffens in Berlin: Die Grenzen “zwischen Games, Technologie und Kultur” sollen überschritten werden – das verriet Games-Week-Chef Michael Liebe dem RBB.

 

Bildrechte: Flickr Razer OSVR Open-Source Virtual Reality for Gaming Maurizio Pesce CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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