HateAid.

Die Digitalisierung ist wichtiger denn je. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten. So sehr wir uns über Videokonferenzen, Webseminare und Livechats mit Freunden und Verwandten freuen: das Netz hat auch eine dunkle Seite. Und damit meine ich nicht nur das illegale Darknet. Social Media Plattformen wie z.B. You Tube und Instagram erfreuen sich in der Pandemie zu-nehmender Beliebtheit – auch bei Menschen, die Böses im Sinn haben. Auch Mails und Chats werden immer häufiger Einfallstore für Cybermobbing. Besonders junge Leute sind betroffen – jeder 4. Schüler in Deutschland wurde schon einmal Opfer von Beleidigungen, Beschimpfun-gen, Posts von denunzierenden Fotos oder gar Morddrohungen. Der Skandal: Die jungen Leute werden häufig allein gelassen. Aus Scham suchen sie sich in den wenigsten Fällen Hilfe. Sie gehen offline, verkriechen sich, nicht selten sind Depressionen und Angststörungen die Folge. Lediglich 16% der Schulen informieren ausführlich über diese Gefahren.

Der Gesetzgeber tut viel zu wenig, um die Anbieter von Social Media Plattformen zu zwingen, Mobbingopfer stärker zu schützen.

Hilfe gibt es dennoch: Kostenlose Beratung und auch Prozesskostenfinanzierung bietet die 2018 gegründete Plattform HateAid an. Die Kommunikation mit den 30 Beratern funktioniert ganz einfach: auf hateaid.org finden sich alle relevanten Informationen, Sprechstundenter-mine, Meldeformulare und eine App zum Herunterladen. Machen sie Opfer von Cybermob-bing auf diese professionelle Hilfe aufmerksam! Und helfen Sie mit, dass Täter strafrechtlich verfolgt werden. Ob im realen Leben oder im Internet: Mobbing ist eine Straftat. Und wird auch strafrechtlich verfolgt.

HateAid.
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