Hamburg: Internationaler Workshop zum Umgang mit Kolonialismus

Hamburg (epd). Das Projekt „Hamburg dekolonisieren! Initiative zur Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe der Stadt“ geht in die nächste Runde. Unter dem Titel „Memory in Motion“ findet ab Donnerstag (26. Januar) eine dreitägige, international besetzte Denkwerkstatt statt, die erste Ideen für ein angemessenes öffentliches Erinnern an deutschen Kolonialismus entwickeln soll, wie die Kulturbehörde am Montag mitteilte. Bisher fehle in Deutschland ein Ort, der sich mit diesem Thema auseinandersetze.
Rund 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Künstlerinnen und Künstler sowie Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft werden zu dem Auftakttreffen „Memory in Motion“ erwartet, hieß es. Es soll ein Netzwerk gegründet werden, das bis Ende 2023 in Abstimmung mit weiteren Städten und Bundesländern die Debatte über einen zentralen oder dezentralen „Lern- und Erinnerungsort Kolonialismus“ befördern soll.
Die Denkwerkstatt sei ein Teil des Gesamtprojektes „Hamburg dekolonisieren!“ von der Stiftung Historische Museen Hamburg (SHMH) in Kooperation mit der Behörde für Kultur und Medien. Zudem starte der offizielle Wettbewerb für Künstler und Architekten rund um das Hamburger Bismarck-Denkmals im Alten Elbpark. Ziel des internationalen Ideenwettbewerbs „Bismarck neu denken“ sei eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Denkmal, seiner Geschichte und seiner Topografie, hieß es.
Mitte 2023 soll eine Fachjury über den Siegerentwurf entscheiden. „Es geht darum, dass wir uns als Gesellschaft die Chance geben, uns aus heutiger Perspektive zum Denkmal und zu seiner Historie zu verhalten“, sagte Kultursenator Carsten Brosda (SPD). Er sei gespannt auf die künstlerische Auseinandersetzung mit der vielschichtigen Person des einstigen Reichskanzlers Otto von Bismarck (1815-1898).
„Hamburg dekolonisieren! Initiative zur Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe der Stadt“ ist ein Projekt der Stiftung Historische Museen Hamburg in Kooperation mit und gefördert von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg. Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes. Die Kulturstiftung des Bundes wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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