Halbwertzeit.

Die gute Nachricht: Die Sterblichkeitsrate bei Kindern im Alter unter fünf Jahren ist global von 19,4 Millionen Kindern im Jahr 1950 auf 5,4 Millionen Kinder im Jahr 2017 zurückgegangen. Die Zahlen sind umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass die Weltbevölkerung sich im gleichen Zeitraum von 2,5 Milliarden auf 7,5 Milliarden Menschen verdreifacht hat.

Die schlechte Nachricht: In den Ländern Afrikas, in denen das Leben aufgrund der klimatischen Bedingungen jetzt schon problematisch ist und in Zukunft unmöglich sein wird, wächst die Bevölkerung rasant weiter – und die Kindersterblichkeit auch.

7,5 Milliarden Menschen 2017, über 10 Milliarden 2050 – der Planet bricht unter der Belastung durch seine Bewohner zusammen. Hoimar von Ditfurth schrieb im Jahr 1984: „Was soll man von einer Instanz halten, die uns zur Rettung verhungernder Kinder aufruft, während sie gleichzeitig mit dem ganzen Gewicht ihres weltweiten Ansehens dazu beiträgt, die Zahl dieser Kinder über jedes rettbare Maß hinaus zu vergrößern?

Und damit sind wir beim Kern des Problems. Politik, Entwicklungshilfe und Sozialsysteme müssen in der Weise umgebaut werden, dass Menschen auf der ganzen Welt von dem Irrglauben befreit werden, viele Kinder würden zu persönlichem Wohlstand und zur Alterssicherung beitragen. Tragisch ist aus meiner Sicht, dass die Religion und das Verharren in animistischer Weltanschauung dazu beitragen, den Kinderreichtum weiter zu fördern. Allen voran die katholische Kirche mit ihrem Verbot der Empfängnisverhütung. Die Zeiten haben sich geändert. Als das Gebot „Seid fruchtbar und mehret Euch“ aufgeschrieben wurde, war die Welt relativ dünn besiedelt. Die katholische Morallehre sollte doch in der Lage sein, sich um Gottes Willen an Fakten zu orientieren und zu begreifen, dass Ihre Doktrin die Kindersterblichkeit und das Elend fördert und nicht das gottgewollte Leben.

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