Grundsteuererklärung.

Es ist zum Verzweifeln. Aber nicht nur ich verzweifle, sondern alle, die in dieser kaputtverwal-teten Nation Grundeigentum haben. Wir alle sollen beim Finanzamt Angaben machen, die dort längst vorliegen. OK, die letzte Grundsteuerreform und die Festlegung der kommunalen Hebesätze stammt aus dem Jahr 1964. Seither ist viel Wasser die Spree, die Donau und den Rhein hinuntergeflossen. Die Grundsteuer muss reformiert werden. Und: ja, es können sich Daten verändert haben, seit sie das letzte Mal in den Grundbuchämtern und bei den Finanz-behörden hinterlegt wurden.

Warum ist aber wieder mal so kompliziert, die Erklärung abzugeben? Es geht wieder mal nur über das Steuerportal Elster, an dem ich schon bei der Steuererklärung für unser PV-Dach ver-zweifelt bin. Nun hat das Finanzministerium eine online-Anmeldung veröffentlicht, die ich hoffnungsfroh anklicke. Als ich zur Angabe des Bundeslandes komme, erfahre ich, dass die Finanzverwaltung Baden-Württemberg sich nicht am Bundesmodell beteiligt. Am Föderalis-mus bin ich ja schon während Corona und in der Mediengesetzgebung verzweifelt, ebenso beim Thema Kultusministerien.

Finanzen? Das toppt alles. Wenn die Behörden nicht in der Lage sind, eine Vorlage für das Erfassen von Grundeigentum herauszugeben, das ein normaler Mensch ausfüllen kann, ohne dafür einen Steuerberater beauftragen und bezahlen zu müssen, dann sollten sie kollektiv ihre Schreibtische räumen und nach Hause gehen. Wegen Unfähigkeit.

Grundsteuererklärung.
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