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Gleichberechtigung für Männer. Mahler meint am 24.01.2019

160203_Mahlermeint_bannerDas sogenannte schwache Geschlecht unterdrückt inzwischen das sogenannte starke. Viele Männer haben das Gefühl, dass starke Frauen – auch körperlich starke Frauen – schwachen Männern vorgezogen werden. Beispiel Frauenparkplätze. Die helfen ohnehin nur dem Sittenstrolch als Wegweiser zu seinen Opfern, Zitat Oberzyniker Harald Schmidt. Dominik Bayer, 25, Jurastudent, klagt gegen Ungleichbehandlung. Bayer sagt, es gehe ihm um nicht weniger als die „Gleichberechtigung von Mann und Frau“. Ein Pulk von Journalisten und Kameraleuten hatte sich gestern im Verwaltungsgericht München vor ihm aufgebaut. Bayer weiß offenbar, was die TV- und Radio-Teams hören wollen. „Ich fühle mich als Mann diskriminiert“, sagt er in Richtung der Mikrofone. Die Gleichheit sei im Grundgesetz und der bayerischen Verfassung festgeschrieben. Doch im oberbayerischen Eichstätt werde „mit zweierlei Maß gemessen“, behauptet der Mann aus dem Rheinland. Als er Anfang vergangenen Jahres einen Eichstätter Freund besucht habe, sei ihm aufgefallen, dass dort Parkplätze extra für Frauen reserviert sind. Er klagte dagegen. Gestern musste sich das Münchener Verwaltungsgericht nun mit dem Streit auseinandersetzen. Am Ende einigte man sich auf einen Kompromiss. Die Frauenparkplätze bleiben, müssen künftig jedoch anders ausgeschildert werden. Die neuen Schilder sollen deutlich zeigen, dass sie lediglich eine Empfehlung sind – also auch Männer ohne Konsequenzen auf Frauenparkplätzen parken dürfen. „Das ist ein Sieg für die Frauenparkplätze in ganz Deutschland“, sagte der Verwaltungsdirektor der Stadt Eichstätt, Hans Bittl, im Anschluss. Mahler meint: dieser Kompromiss ist faul.

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