Glaube und Geburtstag: Religiös leben, weltlich feiern

happybirthdayBerlin ist nicht nur Bundeshauptstadt, sondern auch Hauptstadt in Sachen Feiern und Party machen. Auch abseits der deutschlandweit bekannten Großveranstaltungen wie dem Karneval der Kulturen, der Silvestermeile am Brandenburger Tor oder den langen Nächten herrscht in Berlin eine ausgedehnte Feierkultur. Dazu zählen nicht zuletzt auch die privaten Feiern aus religiösem Anlass.

 

Ein Beleg für die Feierlust der christlichen Gemeinschaften in Berlin sind die Zahlen der Kommunionskinder und Konfirmanden: Rund 3.100 Jugendliche lassen sich in der Hauptstadt jedes Jahr konfirmieren. Das entspricht einem Anteil von 12 % der 14-jährigen Jung-Erwachsenen. Kirchenvertreter sprechen gar von einem leichten Anstieg. 2001 hätte die Zahl nur bei 9 % gelegen. Aus der katholischen Gemeinde jährlich rund 2.000 Kinder zur Erstkommunion. Zum Vergleich: An der nicht religiösen Jugendfeier des humanistischen Verbands Deutschlands beteiligten sich 2013 über 7.500 Jugendliche. Eines eint jedoch alle: der feierliche Eintritt in das Erwachsenenleben im Rahmen einer traditionellen Veranstaltung, dem meist eine große Familienfeier folgt.

 

Zu den offiziellen Anlässen gibt es für die Familien meistens sehr viel zu organisieren. Gerade bei diesen einmaligen Feiern wollen Eltern und Freunde ganz individuelle Geschenke und Erlebnisse ermöglichen. Das geht schon bei der Suche nach einer guten Lokalität los und geht weiter zum Erwerb passender Einladungskarten. Findet der Feierplaner keine religiösen oder passenden Motive und Grußtexte, kann er das im Internet bei familiensache.com ganz einfach selbst machen. Motiv und Format wählen, Text und Design integrieren und dann direkt nach Hause bestellen. Auch der Rest ist neben den Gängen zu Veranstaltern im Internet zu finden, so wie auch die eine oder andere Checkliste für die Konfirmation, die man wie hier gleich als PDF herunterladen kann.

 

Den Geburtstag feiern heute die meisten Menschen, ob religiös oder nicht. Doch diese Tradition ist gar nicht so alt. Während die jüngeren einen entspannten Umgang mit dem Geburtstag pflegen, nehmen es ältere meist genauer. Bis vor wenigen Jahrzehnten war es gar nicht üblich, den Geburtstag ausgiebig zu feiern. Das wichtigere Fest war, vor allem für Katholiken, der Namenstag, bestand hier doch über den Namenspatron ein direkter christlicher Zusammenhang. Der Geburtstag wurde hingegen als heidnisches Fest betrachtet. Dennoch gibt es auch für Christen heute Grund genug, das Wiegenfest zu zelebrieren, stehen dabei doch auch die soziale Vernetzung des Kindes, das Erleben von Gemeinschaft, der Spaß und die allgemeine Anerkennung im Vordergrund.

 

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