Gewalt und kein Ende

Am schlimmsten ist die Ohnmacht. Und dabei wird man selbst aggressiv, wenn man auf die Gewaltorgien schaut, die sich überall abspielen. Man hat das Gefühl, es wird immer mehr. Eine zunehmende Radikalisierung der Gesellschaft stellt die Studie „Die enthemmte Mitte“ fest, die jetzt von der Universität Leipzig veröffentlicht wurde. Rechtsextreme Einstellungen nehmen zwar nicht zu, aber dafür steigt die Gewaltbereitschaft in den entsprechenden Gruppierungen.

 

50% aller Befragten gaben an, sich als Fremde im eigenen Land zu fühlen. Und dies liege an den Muslimen. 49,6% meinten, dass Sinti und Roma aus den Innenstädten vertrieben werden müssten. Und 40% finden es ekelhaft – ich wiederhole – ekelhaft, wenn sich Homosexuelle in der Öffentlichkeit küssen.

 

Für die Durchsetzung ihrer Ziele befürworten rechtsextrem eingestellte Menschen zunehmend auch Gewalt.

 

Ernüchternd.

 

Die meisten von uns dachten, wir seien endlich in einer  toleranten, weltoffenen und liberalen Gesellschaft angekommen. Es gibt noch eine Menge Arbeit, bis wir nicht nur unsere Vorzeigekicker mit Migrationshintergrund als Nachbarn schätzen und tolerieren. Aber ich meine, wir sollten nicht nachlassen, Deutschland weiter vor Engstirnigkeit, Intoleranz und Ausgrenzung zu bewahren. Packen wir es an. Jetzt erst recht.

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